Beiträge von dieselfalk

    Hier nur noch zur Info und Klarstellung.

    Die Ladetabellen .38sp gelten für den CIP Höchstdruck 1500bar, respektiv dafür werden die max. Pulvergewichte angegeben.

    Wird diese Patrone aus einem stärker gebauten .357mag Revolver verschossen, so kann sie bis zum erlaubten max. Gasdruck 3000bar geladen werden.

    Die so geladenen Patronen müssen sicher markiert werden als +P+, damit sie nicht versehentlich aus einem echten .38er verschossen werden. Also obacht geben!


    Wird mit der .38sp Patrone eine schwache Scheibenladung gemacht, so ist die Ladedichte niedrig, da wenig Treibladung eingefüllt wird und das Innenvolumen der Patrone recht groß ist.

    Deshalb bietet es sich an, ein WC Geschoss zu nehmen, das bündig zum Hülsenmund gesetzt wird. Ein leichter Crimp ist vorteilhaft und erleichtert den Ladevorgang insbesondere bei Revolvern mit schwach gesenkten Trommelbohrungen. Die WC Geschosse haben meist 148grain Gewicht und stanzen von allen Geschossformen am saubersten die Pappe. Die Wahl dieses Geschosses hat weitere Vorteile, denn das tiefe Setzen in die Hülse erzeugt einen recht hohen Auszugwiderstand und fördert so das gleichmäßige Deflagrieren des Treibmittels.

    Trotz allem sollte ein offensives Treibmittel gewählt werden, am Besten mit geringem spezifischen Gewicht. Außerdem kann über den Einsatz von Magnum Zündhütchen nachgedacht werden. Hierbei jedoch nicht wegen der schlechten Zündwilligkeit eines Magnumpulvers, sondern damit die linienförmige Pulverladung mit dem heftiger und länger brennenden Zündstrahl komplett überstrichen wird und gleichmäßig zündet.

    123grain LOS Rundkopf verkupfert

    4,0 Bullseye

    29,4mm OAL

    Das ist eine präzise Labo für unsere Sport P08 (mit Polygonlauf)

    Es ist aber keine deutlich schwächere Ladung, etwa vergleichbar mit der Standard Geco in 124grain, denn die Luger hat auch eine etwas stärkere Feder drin.

    So habe das gerade mal gequickloaded.

    Die Hülse ist in meinem Ladevorschlag zu 44% gefüllt, habe wegen dem wenigen Pulver ein Magnumzündi genommen und das vorhandene 250grain H&N KS verwendet.

    Damit kommst du bei deinem langen Lauf auf knapp 400m/s, welches das Geschoss noch aushält.

    Energie ist damit ca. 1250 Joule.

    Die Laborierung ist ungetestet, kann sein, dass es noch deutlich abgewandelt werden muss um präzise zu sein.

    Ein kräftiger Crimp sollte außerdem Pflicht sein, damit das Pulver ordentlich deflagrieren kann.

    Habe dir den Ausdruck von QL beigefügt.

    Dateien

    • 454mit d036.pdf

      (1,02 MB, 12 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Gestern konnte wieder das übliche Vorgehen beobachtet werden.

    - Die Polizei gibt einen vorläufigen Bericht ab.

    - Zusätzlich und ohne weiteren Inhalt zur Sachlage wird Raum geboten für den Hrn. Grafe mit seinem Sport-Mordwaffengeschwurbel.

    - Kein Statement irgendeines Sportverbandes der "relativierend" auftritt.


    Aus der Sicht des unbedarften Lesers wird somit ein Bild geschaffen, das klar zur kritischen Sicht auf Waffen auffordert.

    Frage für mich ist dabei immer, warum trauen sich die Funktionäre zu einer solchen, wichtigen Zeit nicht in die vorderste Linie?

    Warum versuchen sie nicht Medienwirksam die Wogen zu glätten?

    Ich empfinde das als wenig Verantwortungsvoll der Sache und uns Schützen gegenüber.

    Eine rein optische Inspektion bringt nichts, ausser einem "Eindruck" vom Pflegezustand.

    Was nützt dir der schönste Lauf, alles blank, Züge scharf, aber im Mündungsbereich eine leichte Vorweite, die nur messtechnisch erkennbar ist?

    Also für uns Schützen bleibt nur die angesprochene Schussprüfung mit geeigneter und präziser Munition und Spass macht die auch noch.

    Da werden alle Hersteller ihre "Geheimnisse" haben.

    Prinzipiell hat die Entwicklung zum Bonded Geschoss einen deutlichen Genauigkeitsgewinn gebracht, da der Bleikern mit dem Mantel verlötet ist. Der Zugewinn an Genauigkeit ist durch die gesteigerte Homogenität des Innenraums (keine Hohlräume zwischen Bleikern und Mantel) und das Fehlen von Ablöseeffekten während des Flugs durch die Geschossrotation verursacht.

    Wers erfunden hat weis ich jetzt nicht, könnte aber zB. Nosler durchaus gewesen sein.

    Also mal ehrlich.

    Was sind schon 300m?

    Wenn man sich über hohe, und ich meine auch hohe Geschwindigkeiten unterhält, dann will man das Maximum an beschussfähiger Schussweite herauskitzeln. Aber nicht nur mal eben 300m.

    Genaue Ladungen für 300m musst du mit Ladeleiter ermitteln, da es von Laufschwingungen abhängt, ich bring da einfach mal das Stichwort OBT.

    Henken701

    Du wolltest ein Quickload, hier ist es.

    Die max. Pulvermenge von Hodgdon ist für das Nosler abgestimmt, für die Bleipille muss es noch geringfügig angehoben werden. An einen gefährlichen Gasdruck kommst du trotzdem nicht.

    Die Setztiefe bitte beachten, Patronenlänge ist 40mm und beachte auch, dass du einen ordentlichen Taper-Crimp oder Rollcrimp anbringst.

    Ausserdem wird das Hodgdon mit kräftigem Magnum Zündhütchen gezündet zB. CCI-550.

    Und sei versichert, das funktioniert so. Kräftig aber gut zu schiessen und schöne Leuchteffekte.


    357mag.pdf