Die R93 Tactical war meine erste Wunschwaffe, daher habe ich mich lange Zeit dafür interessiert. Es gab da schon mehrere schwere Unfälle mit den R93.
zusammengefasst:
Die Repetierbüchse Blaser R93 ist für ihren radialen Spreizverschluss bekannt, der bei extremen Gasdruckspitzen (z. B. durch Patronenfehler oder Wiederladerfehler mit Drücken weit über 9.000 bar) versagen kann, wodurch der Verschluss nach hinten geschleudert werden kann. [1, 2, 3]
Wichtigste Fakten zu den Vorfällen:
- Prinzip des Verschlusses: Die R93 nutzt einen radialen Lamellenverschluss, der sich formschlüssig im Lauf verriegelt. Hält das Material dem Druck nicht stand, kann es zum Aufweiten des Patronenlagers oder zum Aufsprengen/Ausreißen des Verschlusses kommen. [1]
- Bekannte Unfälle: Es gab in der Vergangenheit vereinzelte, zum Teil schwerwiegende Unfälle (u. a. Januar 2004 auf dem Schießstand Jakobsberg/Koblenz in Kaliber .300 Weatherby Magnum sowie Vorfälle in Schweden oder Bayern), bei denen der Verschluss nach hinten getrieben wurde und Verletzungen verursachte. [1, 2, 3, 4]
- Ursachenanalyse: Oft wurden bei Untersuchungen (wie durch die DEVA) extrem hohe Gasdrücke durch fehlerhafte oder ungeeignete Munition (Überdruck, Wiederladerfehler) als Hauptursache festgestellt. [1, 2]
Technische Anpassungen: Nach älteren Vorkommnissen (z. B. bei Modellen mit bestimmten älteren Bauteilen) hat der Hersteller reagiert und Sicherheits- bzw. Nachrüstungsaktionen durchgeführt (wie den Austausch von Kunststoff-Verschlussführungen gegen Metallvarianten). Dennoch bleibt das System unter Kritikern technisch umstritten im Vergleich zu klassischen Zylinderverschlüssen (wie dem Mauser 98). [1, 2, 3]
Die farblichen Ziffern sind die Quellenangaben dazu...
Edit: die Quellenangaben sind leider oft verweist, da nur noch die Metadaten in den Maschinen sind...