Beiträge von Lüftl

    Hui! Ich hab letztens erst ein paar 7,5x55 von Lapua gesehen, die im selben Bereich Risse in Längsrichtung der Hülse hatten! War auch Fabrikmunition.

    Scheint so, also ob entweder das Ausgangsmaterial oder der Herstgellungsvorgang bei manchen Hülsen kaum noch beherrscht werden! Schade drum!!!

    Wenn man den Ring schon von aussen sieht, sind die Hülsen eigentlich schon Schrott! Man kann das schon vorher mit einem vorne abgewinkelten Draht durch den Hülsenmund fühlen. Wenn ich das mitbekomme, gehen die Hülsen bei mir in den Schrott, weil ich verhindern will, dass ich die dann aus meinem Lager popeln muss.

    Bei deinen 7x57 Hülsen im Bild oben, wie oft hast Du die denn wiedergeladen?

    Und Danke von mir für den guten Tipp, für alle, die sowas eventuell noch nicht erlebt haben!

    Bei den RCBS Matritzenfeststellringenn geb ich unter der Madenschraube ein oder zwei Schrotkugeln aus Blei, um zu verhindern dass sich die Madenschrauben im Gewinde einarbeiten können. Funktioniert zuverlässig und kostet nix. Nur beim Lösen muss man mal ein bissl fester zupacken.

    Lapua Hülsen, Scenar Geschosse deutet für mich drauf hin, dass der TE vorhat, was hochwertiges herzustellen, das nicht umbedingt aus dem Ordonnanzgewehr fliegen soll. Dann würde ich auch die Zünder nehmen, von denen ich am meisten erwarten kann. In meinem Fall ist das CCI LR BR. Remington und Winchester und Federal werden da auch gern genommen, auch wenn sie kaum zu bekommen sind.

    Und ich hab noch nie einen Unterschied bei meiner Munition zwischen Training und Wettkampf gemacht. Warum auch? Sicher sind auch mal Lose mit dabei, mit denen ich nicht ganz zufrieden bin, aber dann hab ich nicht an den Komponenten gespart sondern irgendwo geschlampt! Und die Munition nehm ich gern, wenn es um nix anderes als mein Ego geht.

    Ich hab den Trim pro 2 Trimmer von RCBS und bin zufrieden damit. Keine Ahnung was der jetzt kostet, oder ob man ihn im Moment irgendwo kriegt.

    Aber die Anzahl an Hülsen zu trimmen, ohne einen richtigen Motortrimmer ist Sklaverei! Da hilft auch keine Akku Bohrmaschine. Allein die Entgraterei ist schon ........

    Ich hab auch noch 2 Handtrimmer von RCBS, aber mit Motor macht das das Ganze schon angenehmer. Und man hat schon die Hände frei zum Entgraten, egal ob mit oder ohne Motor!

    Ich hab auch viel versucht, aber wirklich geholfen hat nur das abwischen an einem Tuch, das ich auf den Oberschenkel lege und dann von Zeit zu Zeit wechsle.

    Die Geschosse werden dann in einem kleinen Metalltablett mit Rand auf Scheibenkarton richtig rum, also mit dem Boden nach unten noch kurz mit dem Föhn von unten erhitzt, damit der Geschossboden bzw. das noch evtl. haftende Fett flüssig wird und der Scheibenkarton saugt das dann auf. Aber nicht übertreiben mit der Hitze, da reicht schon wenig.

    Dann noch kurz mit dem Föhn von oben, damit eventuell noch anhaftende Fahnen verschwinden und gut ist es. Ich hab den RCBS LAM II da kann man das einfach nicht verhindern.

    Ein Bekannter von mir in den Staaten hat den Star Lubrisizer, da ist das besser, aber er macht das trotzdem mit dem Metalltablett, nur dass seine Tabletts erheblich größer sind als meine.

    ich geb die Hülsen, die nicht mehr zu gebrauchen sind auch im Verein in die Schrotttonne. Gibt dann noch was zurück und ich muss mich nicht wegen ein paar Kilo Messing und ein paar Euro kümmern. Hat nur Vorteile, für alle Beteiligten und der Altmetallhöker ist froh, wenn er ein paar Kilo mehr bekommt.

    Irgendwie kann ich mich erinnern, dass bei Militärmunition die Geschosse und die Zünder nicht eingeklebt wurden, sondern dass nach dem Laborieren die Ringfugen mit Lack abgedichtet wurden.

    Wenn man Geschosse richtig verklebt, dann weiss man nie, wie groß die Fläche ist, die verklebt wurde, bzw. ob der Klebstoff nicht irgendwie dei Chance hat, mit dem Pulver zu reagieren.

    Mir persönlich wär das für meine Waffen zu heiß!

    Ich bin da schon der Meinung, dass wer mit anderen Waffen schiessen kann, es wohl auch mit der AR15 hinkriegen sollte. Hast Du es mal mit der Waffe eines Kameraden versucht, der gute Streukreise, oder Streukreise, die Du gerne hättest hinbekommt?

    Du schreibst, dass Du bereits mehrere Waffen, diverse Geschossgewichte, verschiedene Optiken etc. durchprobiert hast. Du schreibst auch, dass Du mit dem MR308 keine Probleme hast. Stimmen Schaftlänge etc.? Und Du schreibst, dass verschieden Kameraden im Verein mit Ihren Waffen ähnliche Probleme zu haben scheinen. Gibt es denn zumindest einen, der da weniger Probleme hat? Mit dessen Waffe und dessen Munition würde ich es dann einfach mal versuchen!

    Wenn Du vorhast, von den empfohlenen Ladedaten abzuweichen, was Dir jederzeit freisteht, dann würde ich mal eine Gasdruckmessung beim Beschussamt oder der DEVA empfehlen, bzw. bei der Institution, die das in Österreich eben durchführt!

    Du kannst aber auch jederzeit mit deinem Gewehr die Probe aufs Exempel machen. Nur würde ich dann aufpassen, immer nur allein am Stand zu üben, um keine Überraschungen zu erleben. Gefühl hat bei sowas nur nachrangig was zu suchen.

    Mir hat es vor zig Jahren mit .38 Special Werksmunition eines österreichischen Herstellers einen S&W M19 zerlegt. Hatte laut DEVA ca. 6000 bar aufwärts, aber der Rückstoß war nicht schlimm!

    Wie sieht das Geschoss den aus, wenn man es mit dem Entladehammer zieht? Könnte sein, dass das Geschoss weiter zusammengedrückt wird, als die Hülse und die Hülse federt evtl. auch noch nach.

    Wie sieht es denn aus, wenn man ohne Crimp die selbe Prozedur mit der Repetiererei macht?

    Selbstverteidigung ist in dem Fall diejenige Verteidigung, die nötig ist, um sich vor einem gegenwärtigen und rechtlich (un)bedenklichen Angriff der Staatsanwaltschaft zu wehren, wenn das Ding in die falschen Hände geraten ist!

    Twist: 1:10.000"

    Barrel Length: 4.000"

    Trim Length: 0.750"

    Bullet: 100 GR. SPR FMJ

    Diameter: 0.355"

    Case: Winchester

    Primer: CCI 500, Small Pistol

    black_open.png

    Starting Load Maximum Load Availability
    ManufacturerPowderC.O.L. Grs.Vel. (ft/s)Pressure Grs.Vel. (ft/s)Pressure
    Hodgdon

    Longshot


    1.050" 5.51,15826,500 PSI 6.51,31533,300 PSI Buy Now

    Expand All

    Collapse All


    Das sagt Hodgdon auf deren website, allerdings mit einem FMJ Geschoss. Kannst ja selber mal nachsehen, vielleicht ist ja was passendes mit 115 grain, hab ich jetzt nicht nachgesehen. Viel Glück

    Ich glaube nicht daran, dass nur ein Teil der Ausrüstung zum Wiederladen den kompletten Unterschied macht! Für die Bedürfnisse des Anfängers dürfte glaube ich fast jede gute Presse ausreichen!

    Natürlich ist es so, dass die Presse das Teil des Equipments ist, das man als Anfänger am Ehesten sieht! Das ist ja auch das Teil, das fast immer aufgebaut bleibt. Es ist aber bei Weitem nicht das wichtigste Teil beim Wiederladen und davon bin ich wirklich überzeugt.

    Das wichtigste Teil beim Wiederladen ist auch nicht die Waage, oder die Matritzen oder der Trimmer oder sonst was. Es ist das, was immer gern übersehen wird, die Ernsthaftigkeit des Herangehens an die Sache. Für den, der an ein solches Thema herangeht, ist es extrem schwierig, selbst herauszufinden, wo die eigenen Grenzen liegen und wohin man will!

    Es macht für den Jäger, der eine relativ günstige Büchse für das Revier mit einem alten 6 fachen Glas hat, eine Presse die den Einstandspreis seiner Büchse übersteigt genausowenig Sinn, wie die kleinste und billigste Presse für den Long Range Schützen, oder die beste Progressivpresse für den, der einmal im Monat mit der 32er auf den Kurzwaffenstand geht!

    Mein Fazit, wenn mich jemand fragt, welche Presse für Ihn die "Richtige" ist, ist dass man mit dem Anfangen sollte, was man einfach bekommen kann und sich dann weiter zu entwickeln! Und am Besten erst mal anfangen! Vielleicht auch mit jemandem, der bereit ist einen Anfänger auch einmal mit seiner Ausrüstung arbeiten zu lassen.

    Nachdem es die "Beste" Presse nicht gibt, sondern nur eine Presse, die vielleicht am Besten zu einer Person passt, bin ich davon übezeugt, dass ich eigentlich da gar keinen wirklichen Fachlichen Rat geben kann! Zumindestens keinen, für den ich mich persönlich nach einiger Zeit bei mir bedanken würde!

    Was für mich und meine Ansprüche passt, kann für jeden anderen falsch sein. Ich hab gerade wieder im Bekanntenkreis jemanden, der mit dem Wiederladen anfangen möchte und habe mit Ihm jetzt erst mal ein paar 44 Magnum geladen, weil das das ist, weshalb er wirklich anfangen will. Er hat mir vor dem ersten Abend an dem wir mal darüber gesprochen hatten erzählt, er möchte sich evtl. eine 750er Dillon zulegen und hat mich gefragt, was ich davon halten würde.

    Wir haben dann erst mal ein paar .44er durchgearbeitet. Und da hat er erst gesehen, dass vor dem Einwiegen und Verkorken vorher noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen sind. Nachher war jedenfalls von der Presse an sich erst mal keine Rede mehr. Da kam dann die Erkenntnis, dass er ja auch für die .223 noch laden könnte und was das dann bei den Ergebnissen auf der Scheibe ausmachen könnte.

    Als er meine Ausrüstung sah, hat er zuerst gefragt, warum ich ein paar Pressen rumstehen habe, die Erkenntnis, dass jedes Werkzeug seinen eigenen Sinn und Grund hat, hat Ihm schwer zu Denken gegeben. Und der Mann hat einen Metallberuf.

    Kurz und Gut, bei der Ausrüstung zum Wiederladen ist es wie bei der bevorzugten Waffe oder beim bevorzugten Auto auch, jeder soll das nehmen, was zu Ihm passt. Die Entscheidung kann ich Keinem abnehmen und das will ich auch gar nicht wirklich.