158gr H&N TC, N340, 7.1gr & 7.4gr erreichen DSB Mindestimpuls (MIP) von 350 nicht aus S&W 6" :( Außerdem große Geschwindigkeitsschwankung.

  • Hi,
    habe mir einen S&W 686-4 TC, also 6" Lauf, gekauft.
    Für diesen wollte ich also Munition herstellen.


    Habe mir H&N 158gr TC geholt da SWC und Hohlspitz grade nicht verfügbar waren. Pulver hatte ich mir N340 geholt da ich gelesen hatte, dass ich dieses gut für 9mm und .357 mag benutzen kann.


    Habe mir dann letzte Woche je 5 Patronen in 6,8g, 7,1gr, 7,4gr & 7,7gr gemacht. VV gibt 7,1-7,7gr an, H&N 7,4gr.
    Die 7,1gr und 7,4gr flogen am besten. Also habe ich je 20 davon gemacht und wollte heute gucken welche nun wirklich besser fliegen und meine Visierung darauf einstellen.
    edit: Zündhütchen GINEX Small pistol, LOA: 40,0mm


    Zusätzlich habe ich einen Vereinskollegen gebeten sein Chrony mitzubringen. Bevor ich dann an die Visierung ging also erstmal Impuls messen.
    Wir haben mit den 7.4gr angefangen, die Schwankungen waren beachtlich: (Angaben in m/s)
    271, 303, 320, 323, 324, 317, 310, 328, 330, 319. Beste und schlechteste gestrichen und Schnitt errechnet: ~318. Impuls: ~325
    Bei 7,1gr:
    302, 305, 315, 312, 315, 319. Schnitt ~312. Impuls: ~319


    Mit beiden Laborierungen bin ich also ein ganzen Stück weit entfernt vom geforderten MIP. Und es ist ja noch nicht mal kalt momentan.
    Auch die Schwankungen wundern mich sehr. Ich benutze zum Wiegen den RCBS Chargemaster Lite und traue diesem sehr, so dass ich eigentlich ausschließen möchte dass ich dermaßen starke Pulverschwankungen hatte.


    Kann es daran liegen, dass ich keine magnum Zündhütchen verwendet habe?
    Könnte das auch den fehlenden Impuls betreffen?


    Irgendwelche anderen Ideen wie ich doch den MIP (und das auch gleichmäßig) erreichen kann?

    Langwaffen:
    Benelli M2 SP, 12/76, Rettinger Tuning (Triggerstop, Mechanik optimiert & poliert, Ladeport ausgefräst, Picatinny, C-More Railway)
    Proarms PAR MK3 (AR15), .223, Timney Trigger 1800gr, Nikon Prostaff 3-9x40
    Carl Gustaf M/96, 6,5x55


    Kurzwaffen:
    S&W 686-4 Target Champion, .357mag
    Springfield 1911, 9mm & 22lfb, Kompletttuning

    Einmal editiert, zuletzt von Benni82 ()

  • sind brandneue Magtech Hülsen also würde ich in meinem naiven Leichtsinn davon ausgehen :D

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  • sind brandneue Magtech Hülsen

    Brandneu >> vermessen und entgratet?

    in meinem naiven Leichtsinn

    Der hat beim Wiederladen nichts zu suchen. :neid::D

    Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Neue Frage -------> Neues Thema.

  • Hi,


    pls gib doch mal mehr Input.


    welche Zündis?
    Patronenlänge?


    Dann kann man da auch besser vergleichen.


    Gruß

    Natürlich:


    Keine Gewääähr für irgendwas, dumme Sprüche inklusive.

  • Hallo @Benni82,
    vielleicht doch 7,7gn N340 auf 40,0mm und einen vernünftigen, gleichmäßigen Roll- oder Factorycrimp.
    Dazu wäre eine enge Tolleranz der Hülsenlänge wichtig.
    Über eine Vorstellung würden wir uns freuen.

    Gruß Hermann :)


    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • Brandneu >> vermessen und entgratet?


    Um ehrlich zu sein ging ich davon aus, dass dies bei neuen Hülsen nicht notwendig sei.




    Zündhütchen GINEX Small pistol
    LOA: 40,0mm


    Hallo @Benni82,
    vielleicht doch 7,7gn N340 auf 40,0mm und einen vernünftigen Roll- oder Factorycrimp.
    Über eine Vorstellung würden wir uns freuen.


    Leider streuten die 7,7gr letzte Woche ziemlich.
    Dachte Factorycrimp nur wenn Geschoss eine Crimprille hat; hat es aber nicht.
    Rollencrimp kenn ich bis jetzt ehrlich gesagt noch nicht. Zwar von gelesen aber keien Ahnug was das ist. Gibts da ne extra Matritze für?

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  • bei neuen Hülsen nicht notwendig sei.

    Falsch.
    Gerade bei neuen Hülsen ist das Pflicht.
    Du versaust dir unter Umständen auch die Matrize.

    Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Neue Frage -------> Neues Thema.

  • Falsch.Gerade bei neuen Hülsen ist das Pflicht.
    Du versaust dir unter Umständen auch die Matrize.


    welche, die expander oder die bullet seating?


    Hab grad schon ne evtl Fehlerquelle gefunden:
    Ist nen Lee Matritzsensatz für 38spcl/357mag.
    In der Anleitung die mir vorliegt steht nur beim expander die nen unterschied ob 38 oder 357 geladen wird, beim seater die nicht.
    Nun les ich auf der Lee Seite, dass auch beim seater anders vorgegangen werden muss und zwar nur 2 Umdrehungen raus anstatt 3 wie es in meiner Anleitung steht.
    Also steht meiner wahrscheinlich zu weit oben.


    Da ich nun ebenfalls gelesen habe, dass Lee Kurzwaffenmatritzen 2 Crimpschultern haben, zuerst eine "slight tapered crimp" und wenn man noch weiter rein dreht ein "full roll crimp" gehe ich mal davon aus, da meine zu weit rausgedreht ist, dass weder irgendein crimp gesetzt wird noch der Hals genug angelegt wird.
    Sichtprüfung war zwar in Ordnung aber es könnte doch sein oder?

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    Einmal editiert, zuletzt von Benni82 ()

  • Mach doch mal folgendes:
    Drehe den Setzstempel soweit rein wie möglich. Anschließend ganze Setzmatrize weit raus drehen, Hülse mit aufgesetztem Geschoss einfahren und anschließend das Geschoss auf die gewünschte Tiefe setzen.
    Danach Setzstempel raus und dann soweit crimpen, wie nötig (leichter Taper muss hier reichen, auch weil keine Crimprille vorhanden ist).


    Dann legst Du die Matrize mit der Kontermutter (mit Gummiring) fest und drehst den Setzstempel bis Vollkontakt auf das Geschoss runter. Die nächste Patrone sollte dann wie gewünscht werden.


    Achtung:
    Da das Geschoss bei dieser Art Setzmatrizen keine Führung erfährt bzw. erst, wenn es eigentlich schon zu spät ist, immer auf geraden Sitz des Geschosses vor Beginn des Setzvorgangs achten!


    Meine Empfehlung: seperate Tapercrimp-Matrize von Lee holen (gibt's günstig) und Setzen und Crimpen als getrennte Arbeitsschritte durchführen.

  • welche, die expander oder die bullet seating?

    Eigentlich alle. Auch die Kalibriermatrize mag keinen Grad an der Hülse.

    Gruß
    Karl-Heinz

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    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Neue Frage -------> Neues Thema.


  • Werde ich mal versuchen. Aber heißt es nicht der Rollencrimp sei der "bessere"?
    Die Matritze scheint ja beides herzugeben. Merkt man eigentlich die beiden unterschiedlichen Crimpschultern während man die Hülse in die Matritze einführt? Sprich "ah eben TaperCrimp" und "ah eben Rollcrimp".


    Eigentlich alle. Auch die Kalibriermatrize mag keinen Grad an der Hülse.

    Neue Hülsen müssen nicht ernsthaft noch kalibriert werden?! Ich ging eigentlich davon aus, dass die Dinger maßig und entgratet bei mir ankommen.

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  • Neue Hülsen müssen nicht ernsthaft noch kalibriert werden?!

    Das ist eine Glaubensfrage. ;)
    Ich kalibriere alle Hülsen.

    Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Neue Frage -------> Neues Thema.

  • Werde ich mal versuchen. Aber heißt es nicht der Rollencrimp sei der "bessere"?

    Es gibt hier kein "besser oder schlechter", es kommt - wie so oft im Leben - auf den Anwendungsfall an. Und auf den Grad der erforderlichen "Hülsenvergewaltigung" - damit meine ich das Ausmaß der Verformung, dem das Messing der Hülse unterworfen wird. Je mehr oder satter Du crimpst, desto mehr verkürzt sich unter Umständen die Lebensdauer Deiner Hülsen. Ein moderater Taper hilft bis zu einem bestimmten Grad auch gegen Wandern der Geschosse in der Trommel.


    Eine sehr gute Variante bei Magnum-Ladungen für Revolver ist der (Redding) Profile-Crimp, den ich z.B. in der .44 Mag verwende. Der geht aber logischerweise nur bei Geschossen mit Crimprille, und Setz- und Crimpvorgang gehen da auch nur als einzelne Arbeitsschritte, nicht in Kombination.

  • @Benni82


    Alles alte Themen über die wir hier immer wieder gerne schreiben.


    1. Hypothese: Neu gekaufte Hülsen sind womöglich schlechter als die, die für die eigene Munitionsherstellung verwendet werden - zumindest sind sie nicht besser.
    2. Daher gebe ich Cleaner Recht
    3. Rollkrimp nur bei Geschosse mit Krimprille,,, sonst entsprechend starker Taper Krimp (da wird mit eines von deinen zwei - drei Problemen liegen
    4. Pulvermenge halte ich bei einem 158gr Geschoss für zu gering. Bei einem 180gr wären bei passender Waffe 6,9 - 7gr N340 ausreichend mit wenig Luft zum MIP also kann das bei 158gr Gesch. nicht passen
    5. N340 bringt ein magnum ZH eigentlich nix da kein Magnum Pulver - lass es 1m/s ausmachen
    6. Kontrolle ob "Setzschuss". Vermesse nach jedem abgefeuerten Schuss die L6 der verbliebenen Patronen. So kannst Du feststellen ob der Krimp ausreichend fest ist.
    7. Je nach Trommelspalt kann es durchaus 15 m/s ausmachen zwischen einer Waffe mit großem bzw. kleinem Spalt. Das liegt nicht daran ob es eine alte oder neue Waffe ist. Auch wie eng und gleichmäßig die Trommelbohrungen gearbeitet sind...


    Das wären so meine Gedanken dazu :winke:

    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • Das ist eine Glaubensfrage. ;) Ich kalibriere alle Hülsen.

    wieder was gelernt ;)


    Es gibt hier kein "besser oder schlechter", es kommt - wie so oft im Leben - auf den Anwendungsfall an. Und auf den Grad der erforderlichen "Hülsenvergewaltigung" - damit meine ich das Ausmaß der Verformung, dem das Messing der Hülse unterworfen wird. Je mehr oder satter Du crimpst, desto mehr verkürzt sich unter Umständen die Lebensdauer Deiner Hülsen. Ein moderater Taper hilft bis zu einem bestimmten Grad auch gegen Wandern der Geschosse in der Trommel.
    Eine sehr gute Variante bei Magnum-Ladungen für Revolver ist der (Redding) Profile-Crimp, den ich z.B. in der .44 Mag verwende. Der geht aber logischerweise nur bei Geschossen mit Crimprille, und Setz- und Crimpvorgang gehen da auch nur als einzelne Arbeitsschritte, nicht in Kombination.

    ok, also scheidet Rollcrimp ja eh aus weil keine Crimprille.
    Zur Pulvermenge: VV schrieb wie gesgat 7,1-7,4 für 158gr, H&N selbst 7,4gr für genau das Geschoss.


    Bis jetzt hat ja keiner gesagt: Anderes Pulver!
    Also sollte N340 generell schon zum Ziel führen? Was denkt Ihr denn wieviel N340 MIP bei 158gr erreichen sollte wenn ich nun nen einigermaßen gescheiten Tapercrimp setze?


    Im Verein kamen gleich Aussagen wie: "N340=Mädchenpulver, nimm N105/Rottweil xxx". Irgendwie widerstrebt mir das, da dass ja nen Langwaffenpulver ist.

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    Kurzwaffen:
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  • Also sollte N340 generell schon zum Ziel führen?

    Ja.
    Ich zum Beispiel lade 7,7gr N340, wenn ich dieses Pulver verwende.

    Gruß
    Karl-Heinz

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    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Neue Frage -------> Neues Thema.

  • Ja.Ich zum Beispiel lade 7,7gr N340, wenn ich dieses Pulver verwende.

    und wenn du ein anderes Pulver für 357 verwendest nimmst du welches? ;)

    Langwaffen:
    Benelli M2 SP, 12/76, Rettinger Tuning (Triggerstop, Mechanik optimiert & poliert, Ladeport ausgefräst, Picatinny, C-More Railway)
    Proarms PAR MK3 (AR15), .223, Timney Trigger 1800gr, Nikon Prostaff 3-9x40
    Carl Gustaf M/96, 6,5x55


    Kurzwaffen:
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  • 15,0gr N110 :D

    Ja das hat ich auch schon hier und da im Netz gelesen :D
    Im Verein meinten sie, bei 110 bleibt zu viel unverbranntes Pulver übrig und alles wird dreckig, ich solle 105 nehmen.


    Aber irgendwie widerstrebt es mir wie gesagt Langwaffenpulver für Kurzwaffen zu benutzen.
    Warum sagt der Hersteller dann nicht: N110 für 357 geeignet, diese Menge? Warum gibt es dann überhaupt Kurz und Langwaffenpulver?

    Langwaffen:
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    Carl Gustaf M/96, 6,5x55


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