Welches Pulver empfehlt ihr für 6,5 <creedmoor

  • Hallo ...

    Habe selber 2 Ruger PRR (.223 und .308)
    die Teile gehen und ich würde sie nicht missen wollen ...
    Bin seid ein paar tagen am überlegen ob eine 6,5 creedmore noch in den schrank passt ;)

    Toller Beitrag ... Danke !!!


    Angegebene Ladedaten sind immer ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • Heh Danke

    Das Bundle ist noch erhältlich und ich habe so eben bestellt.

    Auch ich habe meine RPR schon länger, und da war ich einfach zu geizig bei dem geringen Angebot 50€ nur für Hülsen auszugeben, wenn ich 308 am Stand einfach einsammeln kann.

    Mittlerweile hat Lapua auch 6.5 CM Hülsen mit kleinem ZH im Programm.


    So haben sich Diverse Hülsen von S&B, Sako, RWS u.ä angesammelt.

    Da ich in meinen Karten aber keine 308 aufgeführt habe stellt sich eine Frage, welche mir mein kompetenter SB auch nicht belastbar beantworten konnte.

    Was passiert bei einer möglichen Kontrolle Unterwegs wenn auf der Schachtel zwar 6.5 CM jedoch auf den Hülsenböden 308 steht, aber in der EWB keine 308 steht. Wie erkläre ich dem Polizisten das dies eine 6.5 CM ist ohne die CIP Zeichnung und einen Meßschieber parat zu haben. Ist er in diesem Bereich selbst Interessiert & kompetent geht das wahrscheinlich gut, hat er von nix Ahnung hat man im schlimmsten Fall erst einmal ne Anzeige am Hals.


    Diese Frage gebe ich hier gern weiter, wenn einer eine belastbare Info hat... gerne. Hab selber im Waffenrecht zu diesem Fall nix gescheites gefunden.


    Grüße Werner

  • Hallo,


    solange du einen Wiederladeschein hast ist alles ok. Du darfst ja auch Kaliber laden für die du keinen WBK Eintrag hast, bzw darfst du auch Munition laden wenn du gar keine WBK hast. Das klärt sich spätestens vor dem Amtsgericht. Bei mir nach einem Anwaltsschreiben vom Fachanwalt. Ich hatte den Wiederladeschein ohne eine WBK zu besitzen (hatte den gleich mit dem Schwarzpulverschein mitgemacht) und hatte .45er Munition für die Vereinswaffe hergestellt. Bei der Einfahrt zum Schützenverein war dann Polizeikontrolle.

    Ohne Wiederladeschein sieht das wieder anders aus und hängt dann auch vom Staatsanwalt und dem Richter ab.

    Aber Back to Topic


    Ich nutze .243 Hülsen und forme die zu Creedmoor um. Dabei muss meistens der neue Hülsenhals abgedreht werden da die Patronen sonst nicht ins Patronenlager passen. 308er nehme ich nicht mehr da das Hülsenmaterial noch dicker ist.

    Also für .243:

    -Hülsen auf 49,2 (ca.) kürzen

    - im Lee Die umformen

    - Hülse auf Länge fräsen

    - Hülsenhals ausreiben oder aussen abdrehen

    - nochmal im Lee Die formen

    - 36 Grain Lovex S070 und ein 139 grain PPU Geschoss drauf

    - Feuerformen

    - fertig


    Die Hülsen werden ab dann nur noch Halskalibriert.

    Geladen mit 40 Grain Lovex S070, Zündhütchen sind CCI 200, bei Meisterschaften BR2, Geschosse Hornady HPBT Match 140 Grain. L6 ist bei mir (Remington 700)74,4mm, Geschosse werden nicht gecrimpt da ich einzeln per Hand zuführe, das erhöht ausserdem die Hülsenhaltbarkeit.

    Ich hatte am Anfang Hodgdon 4350 Pulver aber das ist schon seit Jahr und Tag nicht lieferbar. Lovex S070 ist für mich ein fast ein 1:1 Ersatz. Reicht bei 100 und 300m ( BDS 3118 und 4110) für die Zehn. Besser bin ich nicht.

  • Logisch wäre das die Verpackung mal Schnuz ist ..
    Wichtig ist doch das was tatsächlich verbracht wird ...

    Ich selber benutze teilweise 9mm Schachteln um die .223 zu transportieren
    Es ist und bleibt eine Umverpackung ... du darfst ja auch in einem Plastikbehälter deine Murmeln transportieren (Ammo Box)
    klebst du da etwas anderes drauf ist das immer noch dein Problem ... ;)

    Aber die Gerichtsbarkeit wird nur bei uns in voller Härte angewendet ... ;)


    Angegebene Ladedaten sind immer ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • Hi Chemnitzer

    Das mit dem Wiederladeschein ist ja Voraussetzung und bis zu AG möchte ich eigentlich erst gar nicht warten.

    Mir geht es sozusagen um die Straßentaugliche Aussage. Was nützt es dir wenn vor einem schönen Wochenende Longrange ein Dienstbeflissener Ordnungshüter aus Unwissenheit deine ganzen Noten einkassiert. In deinem Fall stand ja auf der 45 ja auch .45 drauf.

    Ich hab bis jetzt 308 verwendet, da die 243 nicht so häufig am Stand zu finden ist.

    Sonst ähnelt mein Workflow beim Umformen stark deinem.


    Mit dem S070 habe ich schon 42,2 gn bei L6 71.4 140 gn Nosler NCC geladen, gemessen 825m/s und locht anständig auf 500m.

    Grüße

  • Hi Marcus

    Die Kennzeichnungpflicht von Munition ist ja klar geregelt. Im Zivilbereich schließt das auch den Bodenstempel mit Menschenlesbarer Kaliberangabe ein.

    Deshalb bedrucken ja auch die Surplus-Händler jede Bohne einzeln.

    Deine .223 hat die Maße mit passendem Bodenstempel, ist somit für jeden wissenden auch als eine .223 erkennbar.

    Auf meinen Ammoboxen steht schon exakt drauf was auch drin ist.

    Die Variante das hier in D auch Menschen Hülsen umformen und dadurch abweichende Bodenstempel haben ist nach meinigem Erkenntnisstand in keiner Regelung

    berücksichtigt.

    Deshalb bist du da bei einer Kontrolle sehr von der Fachkompetenz des Kontrollierenden abhängig.

    Noch interessanter wird es, wenn du mit deinem Sportgerät und Noten ins das benachbarte Ausland fährst.

    Deshalb ja die Suche nach einer Straßentauglichen Info.


    Grüße

  • WernerH ...ich hätte da jetzt genau wie Chemnitzer geantwortet! Du hast als WL die Berechtigung auch Mun zu „erwerben“ für die Du keine EWB in der WBK hast! Kaufen geht nicht, laden schon.


    Ich hoffe, dass Dein Szenario auch unrealistisch ist. Hätte noch nie erlebt

    Oder gehört, dass ein Sherriff derart im Detail kontrolliert hätte.

  • Also

    § 24
    Kennzeichnungspflicht, Markenanzeigepflicht

    "3) Wer gewerbsmäßig Munition herstellt oder in den Geltungsbereich dieses Gesetzes verbringt, hat unverzüglich auf der kleinsten Verpackungseinheit Zeichen anzubringen, die den Hersteller, die Fertigungsserie (Fertigungszeichen), die Zulassung und die Bezeichnung der Munition erkennen lassen; das Herstellerzeichen und die Bezeichnung der Munition sind auch auf der Hülse anzubringen. Munition, die wiedergeladen wird, ist außerdem mit einem besonderen Kennzeichen zu versehen. Als Hersteller gilt auch derjenige, unter dessen Namen, Firma oder Marke die Munition vertrieben oder anderen überlassen wird und der die Verantwortung dafür übernimmt, dass die Munition den Vorschriften dieses Gesetzes entspricht."


    Hervorhebung von mir. Wiederlader nach $27 handeln nicht gewerblich, es ist ihnen im Gegenteil dazu sogar verboten. Es gibt also keine Kennzeichnungs- oder Prüfpflicht für Wiederlader. Demzufolge spielt es keine Rolle was auf der Hülse steht.

    Ich würde aber meinen nächsten Monatslohn darauf verwetten das die Polizei die Munition einzieht und eine Anzeige erstattet und der Staatsanwalt erstmal ein Fass aufmacht.


  • Ich würde aber meinen nächsten Monatslohn darauf verwetten das die Polizei die Munition einzieht und eine Anzeige erstattet und der Staatsanwalt erstmal ein Fass aufmacht.

    Und wenn das dann noch kurz vor der nächsten Überprüfung der Zuverlässigkeit für deinen §27er fällt hast Du ein echtes Problem.

    Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Neue Frage -------> Neues Thema.

  • Und wenn das dann noch kurz vor der nächsten Überprüfung der Zuverlässigkeit für deinen §27er fällt hast Du ein echtes Problem.

    ...durchaus kein undenkbares Szenario. Was mich dennoch verwundert, es wird ja nicht erst seit gestern wiedergeladen. Und da sollte es doch auch irgendwie seinen Weg in die Polizeiausbildung gefunden haben, dass die Rechtslage eben ist wie sie ist. Kenne keinen Staatsanwalt, der seine Zeit gern damit verbringt vor Gericht abgewatscht zu werden...Hoffen wir das Beste.

  • Hmm ... das Ding läuft langsam OT

    Vielleicht könnte man einen neuen Trööt unter der Frage aufmachen und Cleaner schupst ein paar Beiträge durch die Gegend.

    Hervorhebung von mir. Wiederlader nach $27 handeln nicht gewerblich, es ist ihnen im Gegenteil dazu sogar verboten. Es gibt also keine Kennzeichnungs- oder Prüfpflicht für Wiederlader. Demzufolge spielt es keine Rolle was auf der Hülse steht.

    Ich würde aber meinen nächsten Monatslohn darauf verwetten das die Polizei die Munition einzieht und eine Anzeige erstattet und der Staatsanwalt erstmal ein Fass aufmacht.

    Stimmt nicht ganz.

    Als Wiederlader nach §27 ist es mir möglich nichtgewerblich Munition legal an Berechtigte zu überlassen. Dann greifen die Kennzeichnungspflichten aus dem §39 BeschussV.



    WernerH ...ich hätte da jetzt genau wie Chemnitzer geantwortet! Du hast als WL die Berechtigung auch Mun zu „erwerben“ für die Du keine EWB in der WBK hast! Kaufen geht nicht, laden schon.


    Ich hoffe, dass Dein Szenario auch unrealistisch ist. Hätte noch nie erlebt

    Oder gehört, dass ein Sherriff derart im Detail kontrolliert hätte.

    Zu 1. Steht auf gläsernen Füßen.

    Als WL hast du kein Recht Munition zu "erwerben" ohne EWB. Du darfst nichtgewerblich herstellen, und dies ist in 99% aller Fälle an ein Bedürfnis gebunden.

    Also selbstgestopfte 20mm im Schrank bringen dich bei einer Kontrolle schon in Erklärungsnot. Auch 500 Stück .357 im Schrank ohne passende Waffe.

    Zu 2.

    So unrealistisch ist dies ach wieder nicht.

    Verkehskontrolle--- Warndreieck bitte---Kofferaum auf---- was ist denn das? machense ma auf.... und du jetzt hoffentlich korrekt--> nein! sie dürfen sich den Koffer von außen anschauen , hier sind die Papiere. .....................hmm

    Oh was haben wir denn da? Munitionschachteln, die sehe ich mir aber an.......


    Es wird sogar bei Kontrollen gefragt: Haben sie Waffen oder Sprengstoff im Auto?


    Selbst erlebt: erboste Reaktion auf meine Wahrheitsgetreue Antwort: zu 1. nein zu 2. ja .

    Wollen sie mich Versch....?


    Ich besitze zum $27 auch eine Erlaubnis nach $7 und einen Befähigungsschein nach $20 also den "gewerblichen 27-er".


    Hatte kleinstmengen an Board und lag unter der Kennzeichnungspflicht fürs Fahrzeug.


    Grüße

    Werner