Neuling: OAL und Setztiefe

  • Hallo zusammen


    Ich habe folgende Voraussetzungen


    Waffe Steyr SM12 (Jagd)
    Kaliber: .308
    Geschoß: Nosler Accubond 165grs
    Pulver N140
    Hülsen: neue, kalibrierte und entgratete Lapua Hülsen
    Zündung: cci200


    Ziel: Ich möchte eine für mein Gewehr gut funktionierende Patrone "entwickeln".


    Dafür habe ich jetzt eine Ladeleiter von 39 - 44 grn entworfen mit 0,5 grn Schritten. jeweils 5 Stück.
    1. Frage: Ist es sinnlos mit nicht auf der Waffe abgeschossenen Hülsen anzufangen oder reicht es um den Bereich einzugrenzen und dann im nächsten Durchgang zu verfeinern?


    Jetzt zum eigentlichen Problem:
    Ich habe eine Hülse aufgeschnitten (entgratet) und ein Geschoss draufgesetzt und das Geschoß beim Schliessen des Verschlusses auf die max OAL gebracht. Alles mit 3 verschiedenen Hülsen und 5 geschossen.
    Ich komme auf 73,89mm max OAL (passt auch ins Magazin - repetieren muss ich nochmal testen :-)
    CIP sagt 71,12
    Nosler sagt 71,13


    Was ist jetzt für mein Vorhaben die geeignete Setztiefe, um anzufangen?


    Herzlichen Dank und verzeiht die lange Rede.


    lg nawnaw

  • Servus @NawNaw


    Mit den vollkalibrierten Lapua Hülsen kannst du bedenkenlos anfangen.Ist also nicht sinnfrei ;)
    Jagdlich wirst die eh nicht alle wiederfinden so das sich das Halskalibrieren vermutlich hier von selbst erledigt.


    Die Länge der fertigen Patronen (OAL) würde ich in erster Instanz wenn's jagdlich hergeht so lang machen das eine sichere Repetierfunktion gewährleistet ist.


    Kannst ja ein paar Dummis machen,und mal so die Länge herausfinden.
    Später,wenn eine zufriedenstellendes Ergebnis auf der Scheibe hast kannst ja noch ein wenig feintuning in Form von OAL Veränderung vornehmen.


    Ich habe die länge meiner.308er 1mm unter maximaler Magazinlänge bestimmt.Funktioniert soweit ohne ein einziges Problem.


    Gruß Stefan

    Zuletzt noch der Spruch: jeder Wiederlader handelt für sich selbst verantwortlich, keine Gewähr für die Angaben etc. :la:

  • Mit einer geschlitzten Hülse zu messen ist schon ein guter Weg. Man darf nicht vergessen, das ein CIP Maß ein Standardmaß ist, damit eine Patrone in möglichst viele (alle) Waffen passt, wenn du also drunter oder drüber bist, ist das in der Regel auch kein Problem, sofern es keine Störungen deswegen gibt. Dafür sind Waffen einfach zu unterschiedlich gefertigt, und unterschiedliche OALs nachvollziehbar. Teilweise ist dann wie Gattler geschrieben hat, auch dann eher das Magazin ein Problem.


    Oft wird ein Abstand von 1,5 bis 2mm empfohlen, um sicherzustellen, dass das Geschoss nicht direkt anliegt und damit den Anfangsdruck erhöht. Zieht man diese bei dir ab, bist du in etwa beim CIP Maß. Für sehr hohe Präzision will man teilweise, dass das Geschoss anliegt, damit es beim Übergang nicht zu stärkeren Vibrationen des Laufes/Rohr kommt, und die Patrone gerichteter gleitet. Aber das sollte man nur tun, wenn man sich damit auskennt.


    Wenn man da mehr Interesse hat, gibt es hier im Forum ein PDF mit dem Thema Innenballistik, das auch einige Punkte dazu aufgreift.

    2 Mal editiert, zuletzt von GentleSky1431 ()