LnL Setztiefe variiert und einige Fragen

  • Ich lade grade meine ersten 45 er auf meiner LnL.

    Soweit sogut.

    Was ich bemerke ist das die Länge der fertigen Patronen variiert.

    Angestrebt sind 31,5 mm.

    Von 31,35-31,71 ist aber alles dabei.

    Eine erste Suche im Internet ergab das die LnL wohl allergisch reagiert wenn eine Station auf der shellholderplate nicht besetzt ist.

    Jetzt nehme ich alle 15-20 Patronen eine gefüllte Hülse und kontrolliere ob der Pulverfüller exakt wirft.

    Diese Ladung schütte ich dann wieder oben in den Pulverfüller.

    Wieder in die Hülse möchte ich Sie ungern kippen , jede Änderung im Arbeitsablauf kann ja zu Fehlern führen und das versuche ich als Anfänger zu vermeiden.

    Ich benutze Hornady Matritzen.

    SB Hülsen, Ares 200 gr RN Geschosse.

    Die 1 Station hat die Rekalibriermatrize, Nummer 2 Hornady Pulverfüller mit PTX , 3 ist derzeit leer, da soll aber ein RCBS Lock Out Die hin wenn ich das Ding endlich eingestellt bekomme.

    Station 4 ist die Setzmatritze und Station 5 die Taper Crimp Matritze.

    Was mir zudem auffällt.. die Setzmatritze von Hornady kann man an der Einstellschraube nicht fixieren, ist das korrekt oder übersehe ich was?

    Man kommt schonmal aus versehen dran, das führte dazu das ich 40 murmeln mit einer 0,2 nach oben versetzten Höhe hatte die ich nachsetzen musste.

    In der Anleitung steht dazu nichts.

    Schonmal vielen Dank für eure Hilfe

  • cleaner

    Hat das Label Hornady hinzugefügt
  • Das ist mir auch aufgefallen! Wenn nicht alle Stationen besetzt sind, ist die OAL (allerdings konstant) kürzer!

    Bei mir ist auf 1 Rekalibriermatritze, auf 2 Pulverfüller, auf 3 Powder Cop (würde nie mehr ohne arbeiten!!!), auf 4 Aufweitmatritze und 5, ihr ahnt es sicher... ;)

  • Warum weitest du nicht vor dem Pulver füllen auf?


    Das die Patronen kürzer werden kann daran liegen das du weniger Kraftaufwand hast und so den Hebel tiefer drückst wenn nicht alle Stationen besetzt sind.

    Alle Ladeempfehlungen ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich
    :wdl_rot:wdl_rot

  • Wenn ich den Pulverfüller ohne den Powder Through Expander betreibe kann ich auf die dritte Station nicht den Powder Cop setzen.

    Allerdings habe ich ihn derzeit auch nicht in Benutzung...

    Crimpen UND setzen auf einer Station fand ich extrem frickelig.

    Allerdings checke ich JEDE Hülse auf Füllung ( optisch) und lade trotz Progressivpresse derzeit relativ langsam- gut Ding will Weile haben.

    Es waere also eine Option die Aufweitmatritze zu nutzen.

    Mein Fehler mit der Setzmatritze...

    Schön blöd aber manchmal erkennt man den eigenen Fehler dann wenn man eine Frage laut ausspricht.

    Ich habe den rausschraubbaren Teil wo man den Setzstempel ändern kann irgendwie für eine Justierschraube gehalten...

    Das anfing muss aber rein und runter , dann ist es fest und über die Einschraubtiefe der Matritze selbst bestimmt man die Setztiefe...

    Keine Angst ansonsten mache ich keine " Dummheiten" aber da war das Hirn wohl daneben.

  • Hi!

    Ich benutze auch seit längerem Hornady Matrizen auf einer LnL. Auch für Kal. .45 ACP.




    Nur um Verwechslungen zu vermeiden, wir reden von Matrizen der "Custom Grade" Serie:

    nicht die "American" Serie

    , richtig?



    Weil dann klingt deine Beschreibung für mich so als ob du da immer noch etwas nicht ganz korrekt einstellen würdest.


    Mit der Einschraubtiefe der Matrize selbst verstellst du erst mal gar nichts. Die muss nur so sein, dass du grob innerhalb des Verstellbereichs der anderen, eigentlichen Justierschrauben bist.


    Von denen ist dann der untere, breite Ring derjenige, mit dem du die Stärke des Crimps einstellst bzw. den Crimp durch entsprechend weites Rausschrauben auch ganz weglassen kannst.


    Die obere, kleine Schraube (also das, was ganz oben raus schaut), stellt die Setztiefe des Geschosses ein.

    Und feststellen kannst du die dadurch, dass du den schmalen Ring, in den die gerade genannte "kleine Schraube" reingeht, gegen den Widerstand des Gummiringes mit dem darunterliegenden Ring konterst. Das arretiert die Schraube dann einigermaßen.


    Ist schwer zu beschreiben, aber wenn man es einmal kapiert hat klappt es super. Auch mit gleichzeitigem Crimp, falls man das wünscht.


    Zieh dir noch mal die beiliegende Beschreibung von Hornady rein. Da ist alles Schritt für Schritt erklärt und wenn man es genau so macht, klappt es auch.


    Viel Erfolg!


    E.C.


    P.S.: Zum eigentlichen Problem der "schwankenden OAL":

    Ja, wenn bei der Hornady nicht alle Stationen besetzt sind (bei mir fällt es vor allem bei leerer Kalibrierstation auf), dann werden die Patronen etwas (0,2-0,3mm) kürzer.


    ABER: Egal wie, etwas Schwankung wirst du, egal bei welchen Geschossen, IMMER haben. Da du die OAL ja in der Regel über die Geschossspitze misst, macht da eine minimalst andere Rundung des Geschosses bzw. anderer Auflagepunkt des Mikrometers immer eine kleine Differenz aus. Wichtig ist ja aber letztlich nicht, wie weit deine Geschossspitze in den Laufkonus ragt, sondern wo der Hülsenrand/Geschossrand in der Patronenkammer anliegt und wie groß dein Brennraum in der Hülse ist. Das bestimmt sich ja aber nicht über die Geschossspitze.


    Fazit: Ich persönlich schaue neben der OAL verstärkt darauf, wieviel Geschossrand aus dem Hülsenmund ragt. Das ist bei mir die wichtigere Größe, auch für die Funktionssicherheit der Pistole (Zuführung...).


    Just my 2 Cents...

    Nur ein Narr macht keine Experimente.
    (Charles Darwin)

  • "Wenn ich den Pulverfüller ohne den Powder Through Expander betreibe kann ich auf die dritte Station nicht den Powder Cop setzen."

    Sorry, ich muss dumm fragen...wieso nicht?:krat:


    Crimpen und setzen tu ich aber auch in zwei Schritten! ;)


    Edith sacht: hab´s gerafft, dir fehlt sonst ein Platz!

  • Sorry, ich muss dumm fragen...wieso nicht?

    Weil dann auf der zweiten Stirn der Aufweiter sitzt.

    Auf der dritten der Pulverfüller.

    Auf der vierten Station die Setzmatrize und auf der fünften die Crimpmatrize.

    Da ist dann halt keine Station frei für den Power Cop.

    Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Neue Frage -------> Neues Thema.

  • Gibt´s einen Grund warum man den Aufweiter vor den Pulverfüller setzt?

  • Gibt´s einen Grund warum man den Aufweiter vor den Pulverfüller setzt?

    Wenn Du den Hornadyfüller ohne den Powder Through Expander benutzt wird die Hülse nicht aufgeweitet.

    Gruß
    Karl-Heinz

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  • Herrderringe

    Egal ob vor oder hinter dem Pulverfüller. Der einzelne Aufweiter nimmt einen benötigten, wichtigeren Platz weg. Den für Pulverprüfung oder Einzelcrimp. Daher lieber aufweiten und Pulver einfüllen gemeinsam auf einer Station.

    Gruß Hermann :)


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  • Jetzt nehme ich alle 15-20 Patronen eine gefüllte Hülse und kontrolliere ob der Pulverfüller exakt wirft.

    Diese Ladung schütte ich dann wieder oben in den Pulverfüller.

    Wieder in die Hülse möchte ich Sie ungern kippen , jede Änderung im Arbeitsablauf kann ja zu Fehlern führen und das versuche ich als Anfänger zu vermeiden.

    Hi,

    ist auf jeden Fall gut, wenn du Fehler vermeiden willst.

    Aber am besten ist es, wenn du das Pulver zurück in die Hülse schüttest und diese dann wieder auf ihren Platz zurück stellst.
    Du kannst das ja mal zum testen nochmal wiegen und wirst merken, daß da nichts verloren geht.

    Nur so kannst du die OAL Schwankungen minimieren.
    Mit dem Rest mußt du leider leben, da die meisten Pressen gar nicht so stabil sind wie sie dargestellt werden.
    Da das Kalibrieren das meiste Kraft kostet ist der OAL-Unterschied am größten wenn die Station mal besetzt ist und mal nicht.

    Klar gibt es leichte Unterschiede wegen evtl. Unterschieden bei der Rundung des Geschosses, aber das ist nicht das Problem.
    Ich hatte die gleichen Probleme auch bei Flachkopf mit dem entspechenden Setzstempel.

    Wenn du eine Meßuhr auf der Presse befestigst und misst wie hoch der Hülsenhalter fährt, mal mit und mal ohne zu kalibrieren,

    siehst du den Unterschied von mehreren 1/10mm.

    Gruß

    MP

  • Aber am besten ist es, wenn du das Pulver zurück in die Hülse schüttest und diese dann wieder auf ihren Platz zurück stellst.

    So ist das. :thumbup:

    Mit dem Rest mußt du leider leben, da die meisten Pressen gar nicht so stabil sind wie sie dargestellt werden.

    Und damit muss man halt leben und versuchen das Beste daraus zu machen.

    Da das Kalibrieren das meiste Kraft kostet ist der OAL-Unterschied am größten wenn die Station mal besetzt ist und mal nicht.

    Stimmt.

    Es ist allerdings meiner Meinung nach egal welche Station nicht besetzt ist.

    Es wird dann immer Unterschiede geben. Egal wie erheblich die sind.

    Daher nutze ich die ersten Murmeln ,wenn ich eine neue Patrone baue als, Setztschüsse für die RR, ehe ich wirklich messe.

    Gruß
    Karl-Heinz

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    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


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  • Als Tipp noch fürs Wiegen:
    Du kannst auch die Hülse nach Setzen des ZHs rausnehmen und auf die Waage stellen und diese nullen.

    Dann wieder rein, nach dem Pulverfüllen wieder wiegen.

    So hast du mehr Bewegungen gemacht (nicht für alle schlecht^^), aber dafür musst du das Pulver nicht umfüllen, wenn du das vermeiden möchtest.


    Wenn die Säule/Hülsenhalterplatte kippelt kann man auch mal versuchen, die Fettpresse zu benutzen, das spielt auch eine große Rolle