Berry's Case Lube als Alternative zu Dillon Case Lube

  • Werte Wiederladekollegen,


    das Fetten der Hülsen mit dem Dillon Case Lube ist wie hier schon einige mal im Forum erwähnt ein Traum. Zumindest sind viele davon begeistert.


    Leider wird das Dillon Case Lube nicht mehr in Europa erhältlich sein und es werden nur noch die Restbestände verkauft wie sich schon in Europa befinden. Dies haben mir schon mehrere Händler geben. Es gibt wohl ein Gesetz wegen Export oder Import bezogen auf die Inhaltsstoffe.


    Nun bei der Suche nach Alternativen bin ich natürlich schon auf die Möglichkeit der Lanolin und ISO Lösung ala Wiederlader TV gestoßen. Da ich jedoch das Lanolin nicht flüssig finde und eigentlich auch keine Lust auf gepantsche habe hab ich mich nach einer Alternative umgesehen. Zumal ISO und Lanolin auch ned billig sind....


    Dabei bin ich auf das Produkt von Berry's gestoßen.


    https://en.strobl.cz/berry-s-superior-case-lube-240-ml-3/


    Nun zu meiner Frage hat jemand dieses Produkt schon getestet, oder gibt es vielleicht einen Hersteller der eine Alternative zum Case Lube von Dillon darstellt?

    Habe schon die one shot Lösung aus der Dose gesehen. Die scheint mir auf Dauer aber dann wirklich zu teuer zu sein.


    Freue mich auf eure Inputs :thumbsu:


    Schöne Grüße

  • rici_rowdy

    Nur so als Anregung.

    https://de.m.pipingrock.com/la…pure-4-fl-oz-118-ml-39700

    So 5-8% Lanolin in der Isopropanol Brühe sollte reichen.

    Bei konisch-zylindrischen Hülsen (45-70) darf es was fettiger sein.

    Grüße vom Jupp :)


    :!: Jeder Wiederlader handelt auf eigene Verantwortung. :!:

  • Wie oben geschrieben....


    Lanolin...Isopropanol....


    Rezept mit Video bei wiederladertv auf Youtube.


    Spottbillig...im Vergleich zu dem Markenzeug...und funktioniert super.


    Das Wiederlade-Hersteller-Zeug braucht eigentlich kein Mensch.

    Aus dem Grund kann ich Dir auch nichts zu dem Berrys Zeug sagen.


    Bevor ich das Lanolin verwendet habe, hab ich jahrelang ganz klassisch mit Fettbrett und Maschinenfett von Ballistol gearbeitet.

    Hat auch funktioniert.

    Ich übernehme keine Verantwortung oder Garantie für irgendwas. Jeder handelt eigenverantwortlich mit sämtlichen Informationen.

  • Das Thema beim selbst anmischen ist immer, dass sich die Brühe nicht ordentlich vermengt. So hab ich das zumindest schon erlebt. Vielleicht war es zu lange nicht in Gebrauch oder vielleicht war es zu kalt. Intensives Schütteln und a bissl warm machen war angesagt.


    Habt ihr flüssiges Lanolin gefunden bzw verwendet oder die "feste" Version?

  • Das Thema beim selbst anmischen ist immer, dass sich die Brühe nicht ordentlich vermengt. So hab ich das zumindest schon erlebt. Vielleicht war es zu lange nicht in Gebrauch oder vielleicht war es zu kalt. Intensives Schütteln und a bissl warm machen war angesagt.


    Habt ihr flüssiges Lanolin gefunden bzw verwendet oder die "feste" Version?

    Festes Lanolin und am Anfang einmal erwärmt.


    Bei mir ist das auch flockig....

    Hab vor Jahren mal so ne leere 1L Glasreiniger Sprüh-Flasche damit vollgemacht.

    Das Zeug ist ja mega ergiebig.

    ~10% sind aktuell noch drin in der Flasche.


    Knapp 3Liter hab ich noch in nem 5L Kanister.


    Habs damals gut gemeint und gleich "richtig" angemischt... Kosten ja auch echt nicht viel die Bestandteile.


    Ob das Zeug flockt oder sich unten absetzt ist vollkommen Wurst...

    Einfach kurz aufschütteln vorm Verwenden und hattn.


    Beispiel:

    Vor ein paar Monaten hab ich nen Posten 8x68S Hülsen vollkalibriert.

    Das sind echte Brocken mit richtig dicker Wandstärke wo man in der Presse echt auch mal hinlangen muss um die in die VK Matrize reinzupressen.

    Die haben bei mir richtig Druck gebraucht...

    Ne .308 istn Witz dagegen.


    Hat vollkommen problemlos mit dem Lanolin-Zeug von vor Jahren funktioniert.


    Einfach aufschütteln und passt.


    Hab das nie anders gemacht und hatte nie Probleme.


    Wenn da je was gewesen wäre, hätte ich die 8x68S nie wieder aus der Matrize bekommen.

    Ich übernehme keine Verantwortung oder Garantie für irgendwas. Jeder handelt eigenverantwortlich mit sämtlichen Informationen.

  • Habt ihr flüssiges Lanolin gefunden bzw verwendet oder die "feste" Version?

    Nutze das flüssige Lanolin.

    Einfach perfekt.

    Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Egal was ich tue, für irgendjemand auf diesem Planeten ist es das Falsche.


    Neue Frage -------> Neues Thema.

  • Um mal noch eine andere Meinung zu lesen.

    Ich hasse das blöde Lanolin. Die Hülsen sind richtig klebrig, es bleibt jeder Schmutz und alles daran kleben. Finde das nur mühsam und eine sauerei.

    Nehme jetzt wieder das alte Kettensägen öl meiner Frau und bin voll zufrieden.

  • Mojito ich werfe die Hülsen nach dem Kalibrieren noch mal in den Tumbler mit Maisgranulat, das klappt super.

  • Du könntest zu Halskalibrieren auch Bornitrid hernehmen, das wäre billiger...

  • Um mal noch eine andere Meinung zu lesen.

    Ich hasse das blöde Lanolin. Die Hülsen sind richtig klebrig, es bleibt jeder Schmutz und alles daran kleben. Finde das nur mühsam und eine sauerei.

    Nehme jetzt wieder das alte Kettensägen öl meiner Frau und bin voll zufrieden.


    Ich reinige die Hülsen hinterher nass. Das Lanolin wird vollkommen entfernt.

    Angetrocknet kann ich das auch nicht leiden.

    Das ist aber bei jedem Fett so bei mir.

    Fett wird immer komplett entfernt.



    Vermutlich ist das Mischungsverhältnis nicht optimal. Es kann locker 1:10 oder 1:12 abgemischt werden.

    1:8 funktioniert sehr gut bei mir.

    Einfach weniger nehmen und die eingesprühten Hülsen sehr gut durchmischen um das Zeug gut zu verteilen.

    Am Anfang hab ich auch immer zu viel gesprüht.

    Man glaubt gar nicht wie effektiv und ergiebig das Zeug ist.....will aber ja auch nicht zu wenig nehmen, weil ne steckende Hülse natürlich richtig Scheisse ist...


    Mojito ich werfe die Hülsen nach dem Kalibrieren noch mal in den Tumbler mit Maisgranulat, das klappt super.

    Ich mache das nicht, aus dem Grund, da sich das Zeug mit der Zeit sättigt und dann vom Fettentferner zum Fettverteiler wird.

    Ab nem gewissen Grad kann manns eigentlich wegwerfen. Oder man gibt sich die Aktion und versucht es zu reinigen, was imho eher schlecht als recht funktioniert.

    Nass reinigen mit entsprechendem Reiniger geht eigentlich besser und das Wasser kommt dann einfach weg. Somit ist die Reinigung jedesmal frisch und die Hülsen sind jedesmal gleich, was ja wichtig ist.

    Mal weniger Fett und mal mehr Fett im Hülsenmund (im Laufe der Zeit im Maisgranulat....) wirkt sich auf den Ausziehwiederstand aus und somit auf die Präzision.

    Wie sich das in der Praxis auswirkt ist individuell.

    Aber Tatsache ist, ist das es nicht immer gleich ist, wenn man nicht jedesmal komplett frisches Granulat verwendet.

    Ausserdem verteilt das Granulat Fett auch in den Hülsen Innenraum. Und da will ich zumindest schon mal gar kein Fett haben. Egal wie viel oder wenig.


    Du könntest zu Halskalibrieren auch Bornitrid hernehmen, das wäre billiger...

    Da scheiden sich die Geister...

    Ich selber habs noch nie probiert mit Trockenschmierstoff.

    Manche dippen den Hülsenhals in Graphit, Mos2, Bornitrid etc.

    Manch andere fluchen darüber das man das Zeug nie wieder richtig aus dem Hülsenhals bekommt und das es sich auch auf den Ausziehwiederstand (-> Präzision) auswirkt.


    Ich selber lass deswegen die Finger davon weil es für mich nachvollziehbar ist und bleibe bei Fett / Lanolin das immer komplett entfernt wird.

    Somit sind die Hülsen auch immer gleich: Ohne jeglichen Schmierstoff.

    Ich übernehme keine Verantwortung oder Garantie für irgendwas. Jeder handelt eigenverantwortlich mit sämtlichen Informationen.

  • Bornitrid wird in der Industrie, bei der kalten Metallverformung als Schmierstoff eingesetzt. Hexadiagonales Bornitrid so wie wir es als Wiederlader verwenden ist lt. Aussage unseres Chemikers sogar in Babypuder enthalten. Ich persönlich setze Bornitrid sowohl als Beschichtung für Geschoße, egal ob Mantelgeschoße oder Bleigeschoße ein. Der Vorteil ist das Bornitrid im Gegensatz zum Moly mit der Luftfeuchtigkeit keine Reaktion eingeht. Es sollte also egal sein ob nach dem Hülsenhals kalibrieren da noch Reste vorhanden sind. Wenn der Schmierstoff also noch in der Hülse vorhanden ist sollte sich das nicht negativ auf den Ausziehwiederstand auswirken. Wenn allerdings jemand keine beschichteten Geschoße verwenden ist das bestimmt auch nicht negativ zu bewerten.

  • Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Egal was ich tue, für irgendjemand auf diesem Planeten ist es das Falsche.


    Neue Frage -------> Neues Thema.

  • Das kann man alles so machen, stimmt schon.


    Bei Langwaffen Hülsen geht es mir einfacher die schnell über ein Fettkissen (leeres Pelikan Stempelkissen, mit etwas Kettensägenöl) zu drehen. Anschliessend werden diese Hülsen im US noch mal gereinigt. Beim LAnolin klebt da schon alles und es nervt mich halt..


    Bei Kurzwaffen hülsen noch viel deutlicher. Ich habe im 10lt Eimer mit deckel die Leeren hülsen mit einem alten leicht!! geölten Lappen. Zwei mal schütteln und gut ist.

    Brauche ich auch nicht zu reinigen, der öl Film ist so minim, das merkt das Pulver nicht.

    Mit Lanolin muss ich diese noch mal in US Bad geben. Da wirst du blöde bei meinen Mengen...


    Lanolin im Tumbler Granulat möchte ich auch vermeiden.


    Habe nichts gegen Lanolin. Vor allem ist es gesünder für die Haut! Aber für mich ist es nicht das richtige

  • Bornitrid wird in der Industrie, bei der kalten Metallverformung als Schmierstoff eingesetzt. Hexadiagonales Bornitrid so wie wir es als Wiederlader verwenden ist lt. Aussage unseres Chemikers sogar in Babypuder enthalten. Ich persönlich setze Bornitrid sowohl als Beschichtung für Geschoße, egal ob Mantelgeschoße oder Bleigeschoße ein. Der Vorteil ist das Bornitrid im Gegensatz zum Moly mit der Luftfeuchtigkeit keine Reaktion eingeht. Es sollte also egal sein ob nach dem Hülsenhals kalibrieren da noch Reste vorhanden sind. Wenn der Schmierstoff also noch in der Hülse vorhanden ist sollte sich das nicht negativ auf den Ausziehwiederstand auswirken. Wenn allerdings jemand keine beschichteten Geschoße verwenden ist das bestimmt auch nicht negativ zu bewerten.

    Die Eigenschaften von Bornitrid sind mir bekannt...


    Unterm Strich bleibt ja der Punkt das die Hülse in Kombination mit dem Geschoss immer gleich sein sollte. Und nicht ein Geschoss schneller und das andere langsamer ausgetrieben wird.

    Wenn das gewährleistet ist, ist ja es ja letztendlich egal.


    Ich verwende Moly in der .308 und der 8x68S.

    Aber nur an den Geschossen.

    So denke ich mir ist das gewährleistet, dass die Beschichtung und ihre Auswirkungen immer gleich sind.


    Wenn ich den Hülsenmund in Pulver dippe und Halskalibriere kann ich das nicht immer beeinflussen ob da mal mehr oder mal weniger verbleibt.


    Aber das ist nur mein Weg und letztendlich Theorie auf hohem Niveau.

    Ich habs nicht getestet, aber versuche trotzdem meine Patronen möglichst immer 100% gleich zu machen.

    Ich übernehme keine Verantwortung oder Garantie für irgendwas. Jeder handelt eigenverantwortlich mit sämtlichen Informationen.