Bitte um Kaliberberatung

  • Hallo zusammen,


    ich habe noch keine Waffe und überlege, welche Kaliber ich nehmen soll.
    Dabei sind folgende Erwägungen für mich wichtig:

    Ich möchte ein günstiges Kaliber zum Üben nehmen, also z.B. .222, .223 oder .22-250.
    Die Anforderungen an dieses Kaliber sind, dass die wiedergeladenen Patronen so günstig
    wie möglich sein sollen und dass dieses Kaliber möglichst noch irgendeine jagdliche
    Verwendung haben sollte.


    Das zweite Kaliber soll für die Jagd sein, in der engeren Auswahl ist .308 Win.


    Am liebsten würde ich mir eine Büchse kaufen, bei der ich den Lauf wechseln kann,
    weil ich im Training und bei der Jagd den gleichen Abzug und die gleiche Waffengeometrie
    haben möchte.


    Kürzlich habe ich mir die Heym SR 21 und SR 30 im Internet angesehen, bei denen
    man relativ einfach die Läufe für .308 und .22-250 austauschen kann. Leider habe
    ich keine Waffe gefunden, bei der man Läufe für .308 und .222 austauschen kann

    ohne Wechseln des Verschlusses. Rein technisch betrachtet sollte der Verschluss

    für .308 auch .223 aushalten können.


    Daher meine Frage: Welches ist das billigste kleine Kaliber, das ich möglichst

    sinnvoll mit .308, .30-06 oder 9,3x62 kombinieren kann? Was kostet die
    preisgünstigste Kombination aus Hülse, Geschoss, Zündpulver für das

    "kleine" Kaliber und für .308 ?


    Neben der ökonomischten Lösung interessiere ich mich natürlich auch für
    die "beste" Munition, aber das spielt in diesem Thread keine Rolle und bei

    den paar Schuß für die Jagd spielt auch der Preis pro Patrone keine Rolle.


    Vielen Dank für alle Tipps!


    Jürgen

  • Dir wird das hin und her gewechsel irgendwann auf die Nüsse gehen. Außerdem gibt es keine 100% wiederholgenauigkeit.


    Ich würde dir zu zwei waffen raten. Eine in .223 für den Schießstand zum üben und Hegeringsschießen und eine in .308 für die Jagd. die .308 kannst du aber auch mit ganz günstiger Munition laden und üben im Kino oder beim Keiler..


    so hast du zwei fertige Kombinationen im schrank stehen, musst nur kurz reingreifen und eine rausholen um auf den Schießstand zu fahren. Wenn ich jedes mal zwischen Stand und Jagd umbauen muss würde ich kotzen..


    Überlege dir das noch mal genau!

    Mein Name ist Hase... :-) deshalb keine Garantie... für nix.. ;-) :ja::la:


    Sauer 202 7x64
    Sauer 202 8x57is
    Sauer 202 8x68s
    Brno ZKK-601 .223
    Heym SR30 .308
    Browning B725
    Beretta 690 Field3

  • Tikka bietet seine T3 sowohl in .223 als auch in .308 an - außerdem kauft man mit einer Tikka eine hervorragende Waffe zu einem fairen Preis ... egal

    ob sportlich oder jagdlich eingesetzt.

    Gruß Sven


    PS: Beitrag enthält u.U. Spuren von Ironie - zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Sachbearbeiter oder die zuständige Behörde

  • Dir wird das hin und her gewechsel irgendwann auf die Nüsse gehen. Außerdem gibt es keine 100% wiederholgenauigkeit.

    Ich habe nicht vor, ständig hin und her zu wechseln. Ich dachte an mindestens
    zweimal im Jahr. Nach Ende der Jagdsaison wird beim Reinigen der Waffe auf

    das kleine Kaliber gewechselt und zu Beginn der Jagdsaison auf die .308.
    Klar, wenn mich das nervt, kann ich immer noch den Lauf vervollständigen.


    Bezüglich der Montage dachte ich an Dentler. Scheint recht präzise zu sein.


    Ich verstehe ja noch gar nichts vom Wiederladen, aber nach meinen Recherschen

    komme ich bei .222 und .223 auf ca. 38 Cent pro Patrone, bei .22-250 auf 48 Cent
    und bei .308 auf 90 Cent. Kann das jemand unterbieten? Wenn meine Zahlen

    stimmen, wäre das schon ein großer Unterschied zwischen .222/.223 und .308.

  • Ich habe das in R93 lange praktiziert.

    Jetzt mit R8

    Wiederholgenauigkeit PERFEKT !!!


    In der Kombi

    22-250

    mit Kalibern wie 308 / 30-06 / 9,3x62 usw also alles was ST ist, nur den Lauf wechseln.

    Die Verschlusskammer passt,


    Raten würde ich trotzdem zur .223 mit 9" Drall.

    Die 22-250 hat normal 14", Blaser macht sie seit glaube 2014 mit 12"

    Wenn Du mal bleifrei schießen musst, bist du bei dem Verhältnis Durchmesser zu Geschosslänge mit dem Drall der .223 besser aufgestellt.

    Aufgepasst, nach meinen Infos macht Blaser die .223 mit drei verschiedenen Dralllängen.


    Fazit:

    Kombination .223 / 308

    Ich garantier für nix.

    Jeder ist sich selbst der Nächste.

  • Fazit:

    Kombination .223 / 308

    Das bedeutet dann doch wohl, dass ich neben dem Lauf für die .223

    auch den Verschluss dazukaufen muss, oder? Was ja auch kein Drama
    wäre. Ein Argument für .22-250 wäre, dass es die Heym SR 30 nicht für
    .222/.223 gibt. Das würde dann bedeuten, ich müsste die SR 21 von Heym
    nehmen oder ein anderes Fabrikat.


    Liege ich mit meinen Wiederladekosten von 38 Cent für .222/.223 richtig?

  • Bei der R8 kostet der WL ~1000.-

    Dazu kommt noch eine Montage ~ 300.-

    Dann noch der Verschluss ~250.-


    Da kauft man sich doch leichter gleich eine neue Tikka in .223 und in .308 ?


    Kein hin und herwechseln....


    .308 Surplus auf eGun ~ 450.- / 1000Schuss

    Soweit weg bist da mit der .223 nicht mehr

    Zuletzt noch der Spruch: jeder Wiederlader handelt für sich selbst verantwortlich, keine Gewähr für die Angaben etc. :la:

  • Wenn es einigermaßen präzise sein soll geht es aber nicht mit den billigsten Komponenten

    .308win

    168gr Hornady BTHP Geschoss

    VV N140 Pulver

    Lapua, bzw Norma Hülse

    CCI LR Zündhütchen

    Die selbstgeladene Patrone ist teurer als eine günstig industriell Hergestellte.

    Schußbild 5 Schuss auf eine Distanz von 100m

  • Juergen

    sollte der Patronenpreis im Vordergrund fürs Wiederladen stehen, vergiss es.

    Die Voraussetzungen und Ausgaben bis zur ersten Patrone sind es etwa ab 1000 Euro.

    Den Preis von günstiger (Surplus) Munition kannst Du durch Wiederladen kaum toppen.

    Anders bei hochwertiger (bleifreier) Jagdmunition.

    Da ist kostentechnisch was zu machen.

    Aber bis Du die Startkosten rausgearbeitet hast, .........:kreis:

    Mit den Kalibern .223 (sportlich) und .308 (jagdlich) bist Du gut unterwegs.

    Bedenke, dass ein ZF für jede Waffe auch noch richtig Geld kostet. Und da solltest Du nicht dran sparen.


    Wiederladen ist ein Hobby im Hobby.

    So, wie selbst hergestellte Salami vom Jäger.:ja:

    Gruß Hermann :)


    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • Wenn es einigermaßen präzise sein soll geht es aber nicht mit den billigsten Komponenten

    Schönes Schußbild! Mit geht es um Flexibilität, Präzision und "Inhaltskontrolle".

    Für den laufenden Keiler brauche ich keine Topmunition, da kann ich das billigste
    verschießen, was ich zusammenbrauen kann. Für 100 m stehend muss es etwas

    besser und für 300 m liegend darf es dann ruhig was richtig Gutes sein. Auch
    auf der Jagd möchte ich nicht darüber nachdenken müssen, ob meine Munition
    auf 200 m überhaupt noch einsetzbar ist, da möchte ich nur das Beste verwenden.

    Ich möchte auch nicht irgendwelche Billigfertigmunition kaufen, bei der ich nicht

    weiß ob sie in irgendeiner Weise verseucht ist und ich in 10 Jahren eine neue

    Lunge brauche. Es geht doch nichts über Bio-Pulver. :thumbsup:

    sollte der Patronenpreis im Vordergrund fürs Wiederladen stehen, vergiss es.

    Die Voraussetzungen und Ausgaben bis zur ersten Patrone sind es etwa ab 1000 Euro.

    Ist schon klar. Aber rein psychologisch ist es besser, jeder Schuß am laufenden Keiler
    kostet nur 30 Cent und die Munition ist nicht aus russischen Armeebeständen aus dem

    zweiten Weltkrieg.


    @alle: Was kostet denn eurer Meinung nach die preiswerteste wiedergeladene Munition

    für .223 und .308 ? Präzision sollte für den laufenden Keiler ausreichen, aber wenn eine

    Munition das nicht kann, fällt das wohl eher unter Schrot(t)patrone.

  • So, wie selbst hergestellte Salami vom Jäger.:ja:

    Dir fällt gerade ein das ich meinen Bekannten mal anrufen sollte:sab::sab::sab:

    Alle Ladeempfehlungen ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich
    :wdl_rot:wdl_rot

  • .223 ca. 0,25€

    ,

    .308 ca. 0,40€


    Damit brauchst Du aber nicht auf die 100m Bahn gehen.


    Danke! Darf man fragen, mit welchen Zutaten und Beschaffungsquellen Du auf diese Preise kommst?

    Gerne auch per PN, falls das unter unerlaubte Werbung fällt.

  • Die 223 mit 55gr. PPU Geschoss und Murom ZH, Pulver deiner Wahl.

    Die 308 mit 155gr Frontier Greschoss und S&B ZH, Pulver deiner Wahl.

    Wenn die 308 noch reduziert geladen wird, z.B. mit VV N32C wird es noch etwas günstiger.


    Alles, ausser Pulver, bei Egun gekauft.

    Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Neue Frage -------> Neues Thema.

  • Für 65-70ct bekommt man in 308 eine taugliche Matchpatrone wiedergeladen.


    Mit Frontier wird es nochmal billiger, aber da kann man auch gleich Surplus kaufen.


    Ist die Frage ob man ob man einen Zweitwaffe will, denn eine Waffe voll ausgerüstet in 223 Kostet dann auch 1400€, für das Geld kann ich auch viel Hochwertigeres Wiederladen und somit mit der gleiche Waffe trainieren die dich sonst auch begleitet.

    Ich übernehme keine Haftung für von mir gepostete Ladedaten und ebensowenig für Quickload-Berechnungen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Fritzchen ()

  • Von welchen örtlichen (Jagd-)Gegebenheiten sprechen wir denn ? Feldrevier ? Waldrevier ? Müsst ihr in BW bleifrei jagen ? Welches Wild soll bejagt werden ? Wieviel Meter solls maximal rausgehen ? ... ? ... ?

    Ich verlade Barnes in meiner 30-06. Für die 30er Kaliber gibts wahnsinnig große Geschossvielfalt. Die 30-06 habe ich gewählt, da ich durchs größere Hülsenvolumen mehr "spielen" kann. Auf dem Stand kannst Du dir ne günstigere Alternative mit FMJ rauslaborieren, die dann einen ähnlichen/gleichen Treffersitz hat. Dann kannst damit günstig trainieren.

    Gruss
    CptKinx


    :la: RCBS RCII :wdl_rot MEC Super 600 :wdl_blue: Dillon 650


    Alle Angaben und/oder Ladedaten ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich

  • Ich habe noch keine Ahnung, in welchem Revier ich jagen werde.
    Ich muss erst noch Anschluss suchen. In BW ist bleifrei in staatlichen

    Revieren vorgeschrieben. Es wird wohl in erster Linie Reh- und Schwarzwild

    bejagt werden. Ich denke, dass .308 da ausreicht. Fast alle haben hier

    .308. Selbst Elche in Schweden werden regelmäßig mit .308 geschossen.

    Ich finde .30-06 auch interessant, aber ich vermute, dass die Hülsen

    etwas teurer sind. .30-06 hat ca. 10 % mehr Energie als .308. Brauche

    ich diese 10% ? Und umgekehrt, wenn ich weniger Energie haben möchte,

    wie reduziere ich eine .30-06 ?


    Meines Wissens kann man die Hülsen nicht einfach mit 10% weniger
    Pulver befüllen, um die Energie zu drosseln. Ist das so ?


    Wenn ich mehr Energie brauche, liebäugle ich mit einem weiteren

    Lauf, z.B. 9,3 x 62. Da gibt es Patronen, die haben nach 300 m noch

    3000 Joule und sind auch für Bären geeignet.


    Wegen der Entfernung: Ich hätte zwar Spaß an großen Entfernungen,

    aber das höchstens zu sportlichen Zwecken. Ich finde 300 m schon

    recht weit und für 500 m findet man ja kaum noch einen Schießstand.

    Mit .308 kann man auch auf 500 m schießen. Das ist zwar ganz

    interessant, hat aber keine Priorität. Es wäre mir schon recht, wenn

    die Munition auf 300 m noch recht präzise ist. Mit einer guten Waffe

    sollte auf 300 m mit .308 ein Streukreis von 60 mm möglich sein.

    Das reicht für die Jagd.


    In diversen Tests haben gute Jagdgewehre auf 100 m weniger als 20 mm

    Streukreis, dann sind 60 mm auf 300 m wohl kein Problem.


    Letztendlich mache ich mehr auch weniger Gedanken, ob ich .308 oder

    .30-06 vorziehe, da es diese beiden gängigen Kaliber für nahezu alle
    Waffen serienmäßig gibt.


    Mehr Sorgen macht mir das kleinere Kaliber: Wenn ich z.B. unbedingt

    eine Heym SR 30 wollte, dann gibt es die nicht mit .222/.223. Dann müsste

    ich zu .22-250 greifen: gleiche Geschosse aber mehr Pulver. Dann taucht

    wieder die Frage auf, ob die Energie einer .22-250 auf das Niveau von

    .222/.223 reduzieren kann.

  • Ähem - ich muss da doch noch mal etwas dazu ablassen.

    Diskussion Präzision zu billigsten Preisen.


    Da kauft jemand Waffen / Wechselläufe für mehrere tausend € und will dann "billige" Munition verschießen - das ist wie Ferrari kaufen und

    dann billigen Sprit von der freien Tanke reinkippen. :kotz:


    Ich lade auch .308 für unter 80 Cent/Schuß (147gn S&B FMJ, N140 und CCI Zünder) und kann damit ohne Probleme auf die 300m Außenbahn gehen

    und ein sauberes Schußbild abliefern.

    Auch bei meiner günstig geladenen .223 (55gn FMJ Frontier, N140 + CCI Zünder) bekomme ich auf 100m das von Lopo gezeigte Schußbild problemlos hin.

    Natürlich ist diese Munition teurer als Surplus, aber auch erheblich preiswerter als fertige Wettkampfmunition und die schießt auch nicht schlechter - wenigstens aus meinen Waffen.

    Außerdem hinkt der Vergleich zwischen Surplus und vernünftiger Munition doch arg - hier wird mindestens ein VW Käfer mit einem Mercedes verglichen.


    Wie Treppenfahrer es so schön geschrieben hat, stehen vor der eigenen Produktion gut 1000€ Kosten in den Raum ... die fängt man aber im Regelfall nach einigen Jahren wieder auf (durch Einsparnis an seiner Munition, egal ob man die billig oder wirklich gut wiederläd).

    Gerade als Jäger kommt man eigentlich m.M.n. um das Wiederladen gar nicht herum, weil hier die Anforderung an Munition und Einsatzgegend

    (ich nenne jetzt mal Gebirge als Problemfall) selbst gelöst werden können.

    Außerdem trägt es dazu bei, das man die Zusammenhänge in der Waffentechnik/Ballistik wesentlich besser versteht - was als Jäger schon mal gar nicht schaden kann.


    Was die Preise für brauchbare Waffen angeht - mein Vorschlag Tikka kostet im Schnitt 1300€ pro Waffe (und da ist der Abzug, das Gewicht, die Waffe selbst etc. alles identisch - nur eben das Kaliber nicht) - aber wenn man auf Blaser und CO steht, darf man sich nicht über Preise beschweren ... für mich stellt sich erstrangig die Frage nach der Technik, nicht nach Prestigenamen.


    Just my 2 Cent zur Fragestellung

    Gruß Sven


    PS: Beitrag enthält u.U. Spuren von Ironie - zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Sachbearbeiter oder die zuständige Behörde

    Einmal editiert, zuletzt von ArcticWolf ()