Lyman Hülsentrimmer

  • Hallo an Alle,

    ich benutze einen Lyman Universaltrimmer, im Handbetrieb also ohne Akko oder ähnliches, und beobachte in letzter teit dass die Hülsenlänge variert obwohl sie (Hülsenlänge) mittel der beiden Feststelmuttern und Imbusschlüssel, eigentlich festgestellt ist.

    Nähere Untersuchungen haben mich zu dem Ergebnis gebracht, dass die Kunstoffbuchse in der die Schneidwelle gelagert ist, nicht (mehr?) fest im Körper des Hülsentrimmers sitzt. Kann das die Fehlerquelle sein, wenn ja, kann ich etwas degegen machen. Wenn nein, woran könnte es sonst liegen.


    Hat Jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und was könnten die Gegenmaßnahmen sein ??


    WH Mauser

    Jeder ist für seine Ladung(en) selber verantwortlich...... Und immer schön negativ bleiben

  • Hatte bei meinem das gleiche Problem.

    Ursache war meines Erachtens der Prellschlag, welcher entsteht, wenn der Führungsdorn mit Kraft aus der angefressen Hülse gezogen wird und dann der Schneidkopf mit der Hinterkante an die Lagerbuchse schlägt. Grund für den erforderlichen Kraftaufwand ist der Grat, welcher beim Abfragen des Hülsenmundes entsteht, und sich dann hinter den Führungsdorn legt. Das hat nichts mit einer stumpfen Schneide zu tun.

    Durch den Prellschlag sind bei mir die Einstellblöcke, trotz angeknallter Inbusschrauben im Zehntelmillimeterbereich auf der Welle Richtung Kurbel gerutscht und die Hülsen wurden kürzer.


    Abhilfe hat bei mir eine Beilagscheibe zwischen Schneidkopf und Welle gebracht, vor der, also zwischen Scheibe und Lagerung, drei O-Ringe als Pralldämpfer eingeschoben wurden. Seit dem ist Ruhe :ja:

  • Das hört sich nach einer guten Idee an. Danke dafür


    Werde ich ausprobieren und berichten

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  • Mal theoretiesiert - Lager haben entweder eine Abdeckung aus Kunststoff oder Metall, damit keine Fremdkörper... in den Bereich eindringen können, wo sich die Kugeln; Rollen... befinden. Ich habe so ein Teil bislang noch nie auseinander genommen.


    Die Spindel wird ein leichtes Spiel haben - das ist gut so, denn sonst bekämst du ein Problem - aber anderes Thema.


    Schade, dass du weder ein Photo noch Toleranzangaben bei welchem Kal... als Input beigefügt hast.


    So kann man nur raten, ob das im Bereich des Normalen ist oder eher untypisch.


    Also ganz allgemein gesprochen:

    - Der Führungsdorn darf in der Hülse ncht deutlich wackeln

    - Bei Hülsen die stärker abgelängt werden - z.B. 0,2mm, können ggf. minimal kürzer werden als Hülsen, bei denen nur 0,02mm weggenommen werden.


    Wenn man das mit nicht zu viel Druck ( =Vorschub ) macht, passiert das eher nicht und bleibt ziemlich konstant von Hülse zu Hülse (meine Erfahrung)


    Letztlich hast du einen flachen Endanschlag durch die Einstellmutter - man kann gut sehe wie die blank gerieben ist.


    Dann hast du eine relativ spielfreie Führung in der Hülse durch den Führungsdorn. Wenn der nircht ordentlich passt und die Hülse bei der Bearbeitung hin und her gedrückt werden kann - dann hast du ein Problem.


    Ich schmiere die beweglichen Teile gegelmäßig ganz leicht vor Gebrauch.


    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • DANKE

    Jeder ist für seine Ladung(en) selber verantwortlich...... Und immer schön negativ bleiben

  • Ansitzer


    - Der Grat entsteht mehr oder weniger - kommt auch auf die Handhabe an.

    - Klar kann ein stärkerter Grat entstehen wenn die Schneiden stumf sind - da müssen aber bereits viele Hülsen durch sein

    - Prellschlag - na ja - wir sind nicht in der Schmiede

    - Messen wenn sauber entgratet ist


    Letztlich habe ich festgestellt, dass der Hülsenmund nicht sauber zum Hülsenboden läuft. Das sind allerdings wenige 1/100

    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • Naja, ich muss da teilweise schon mit ganz schöner Kraft ziehen, trotz neuem Schneidkopf ....


    Btw.

    Wie kann man hier Bilder hochladen? Bin offensichtlich zu blöd dafür ... :krat:

  • Öfter drehen und etwas weniger dabei drücken - ein Versuch kann nicht schaden.

    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • Vielleicht liegt es ja an meinen Führungsdornen, die haben hinten eine kleine Phase, sind a er auch schon knapp 30 Jahre alt ...

  • ich benütze den selben Lyman Hülsentrimmer,


    Meine vorgehensweise ist : ich senke vor dem Fräsen die Hülsen an, meistens benütze ich dazu einen Kugelsenker , welchen ich in einem Griff eingespannt habe , mit der Zeit bekommt man einen Blick dafür wie tief die Senkung werden muss.


    dann habe ich noch ein Ölfläschen mit Dosierspitze , da träufle ich dann ein wenig Öl auf die Schneide, nicht viel nur einen kleinen Tropfen, damit sich die ... Sauerei ... in Grenzen hält.


    Ich habe festgestellt, dadurch schneidet der Fräskopf besser, die Fläche wird glatter, der Grat kleiner, und es gibt auch keine Rattermarken an der Oberfläche, wichtig ist , meiner Meinung auch ein ...sanfter Vorschub... das heisst mit Gefühl und wenig Druck arbeiten.


    Nicht alle Hülsen lassen sich gleich gut abfrässen, die schlimmsten sind die SuB Hülsen, das sieht dann manchmal.. wie vom Hamster abgefressen aus .. trotz des Hartmetallfräskopfes, das brachte mich dann auf die Idee, ein wenig Öl auf die Schneide zu geben.

    Je hochwertiger das Hülsenmaterial ist um so besser lassen sie sich kürzen.

    Wichtig ist dass der Fräskopf scharf ist, daher wenn es geht einen HM Fräser benützen, oder wer die Möglichkeit hat , man kann die Fräsköpfe mit einer sog. Stichelschleifmaschine nachschleifen lassen ( die Möglichkeit haben halt meistens nur die Metaller unter uns , welche im entsprechenden Beruf arbeiten )


    Ich gebe die Hülsen nach dem kürzen noch kurz in den Tumbler um die Ölreste zu entfernen, entgraten und ansenken mache ich dann erst hinterher.

  • Wie kann man hier Bilder hochladen? Bin offensichtlich zu blöd dafür ...

    Einfach das Bild in das Fenster ziehen wenn man den Beitrag erstellt.

    Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Egal was ich tue, für irgendjemand auf diesem Planeten ist es das Falsche.


    Neue Frage -------> Neues Thema.

  • Wenn man das mit nicht zu viel Druck ( =Vorschub ) macht, passiert das eher nicht und bleibt ziemlich konstant von Hülse zu Hülse (meine Erfahrung)


    Letztlich hast du einen flachen Endanschlag durch die Einstellmutter - man kann gut sehe wie die blank gerieben ist.

    Zacapa

    Genau das hat mich auch immer gestört. Die Reibung die dabei entsteht. Schmieren wollte ich dort nicht und deshalb habe ein Axiallager verbaut. Und zusätzlich für einen Akkubohrer einen 6-Kant anfräsen lassen. Seitdem bin ich damit zufrieden.

  • Zacapa

    Die Reibung an dieser Stelle hat mich nie gestört, ein Tropfen Keramikwaffenöl auf die Gleitflächen und auf die Welle und alles war für mich okay.

    Das Problem ist dann doch der Grat, der sich "hinter" den Führungsdorn drückt.


    An meinem Samsung Tablet kann ich die Bilder nicht in den Browser ziehen, was mache ich da falsch? Am PC müsste ich erst die Bilder vom Tablet überspielen, werde ich heute Abend mal versuchen.



    Das mit dem "geringeren" Vorschub hatte ich auch schon probiert, wurde dabei aber auch nicht so richtig glücklich. Den Schneidkopf habe auch schon gegen einen aus Hartmetall gewechselt, war auch noch nicht das Gelbe vom Ei.

    Wehrmann

    Das ist dann doch die Edellösung :thumbsu::thumbsu:

  • Schau mal,ob der Führgsdorn sauber am Schneidkopf anliegt.

    Sobald hier ein Spalt ist,drückt sich das Messing hier hinein. Wenn die Dorne zu klein im Durchmesser sind,hast das selbe Ergebnis. 1/10mm reicht da schon.

    War damals bei meinem Lymann so.

    Hab mir dann neue Dorne gedreht, die sauber an den Schneiden und im Durchmesser angelegen sind.

    Zuletzt noch DER Spruch: Jeder Wiederlader handelt für sich selbst verantwortlich, keine Gewähr für die Angaben etc. :la:

  • Einen Grat wirst du immer haben - halt so minimal, dass man problemlos arbeiten kann.


    Er sollte so gering sein, dass du die Welle ohne Probleme zurück ziehen kannst. Das bedeutet nicht ohne jeglichen Wiederstand.


    Ich stütze Daumen / Zeigefinger am Lyman Grundkörper ab und ziehe mit den "verbliebenen" Fingern die Welle am Hebel zurück. Das geht - auch ohne den hier einmal beschriebenen "Prellschlag".


    Das was Gattler geschrieben hat ist mit entscheidend. Das Spiel zwischen Dorn und Hülsenhals/Mund, sollte möglichst gering sein (absolut null geht ja nich).


    Der Führungsdprn bekommt bei mir auch immer Schmiere drauf.

    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • Gattler8.8

    Genau das ist das Problem. Der Führungsdorn muß anliegen. Doch das ist nicht gut für die Schneide. Dadurch wird sie stumpf. Denn es kommt immer auch Druck da drauf beim Einfädeln in die Hülse.

    Wir haben es ja an anderer Stelle schon mal erwähnt, das man die Hülse anfangs nicht festziehen sollte. Sondern sie leicht einspannen, dann einfädeln und danach erst festziehen sollte. Somit wird die Hülse via Führungsdorn ausgerichtet. Da ist es dann zusätzlich von Vorteil wenn der Dorn nur 0,02- 0,03mm kleiner ist als der Hülsenhalsinnendurchmesser. Du bist ja da in der guten Lage Dir Deine Führungsdorne selbst auf Idealmaß zu drehen/schleifen.

    Was auch ein Problem ist, je kürzer die zu bearbeitenden Hülsen sind desto weiter ist man ja vom Lager der Fräswelle entfernt. Deswegen "eiert" dann entsprechend der Fräser.

    Ich hatte mir ja schon mal überlegt selber einen Trimmer zu bauen, bei dem der Hülsenhalter verschiebbar ist. So das man näher zum Fräslager kommt. Aber Du weißt ja, das ich dafür nicht die nötigen Maschinen habe. Und ob der Aufwand das Ergebnis rechtfertigt ist noch die nächste Frage.

  • Das gewackele und die Spannzange haben mich an dem Trimmer genervt,die Führungsdorne waren mir auch zu lotterig.

    Andere Hersteller mit fast gleichem Funktionsprinzip sind da nicht besser.



    Das Endergebnis war mir für den Aufwand dann zu schlecht.(Meine Meinung)

    Hab dann den Trimmer inkl. 35 Stück Führungsdorne (Selber gedreht aud 42CrMo4) verkauft .


    mauser59

    Versuch das mit dem Fest anliegenden Dorn mal,ein wenig Schmierung in Form von Öl zwischen Dorn und Hülsenhals hilft eventuell auch noch ein wenig.(Machen die grossen Firmen auf ihren Bearbeitungszentren auch,Thema Standzeit Werkzeug)


    Super Tip Stubentiger :thumbsu:

    Zuletzt noch DER Spruch: Jeder Wiederlader handelt für sich selbst verantwortlich, keine Gewähr für die Angaben etc. :la:

  • mauser59


    Nicht falsch verstehen.


    Aber, hast Du die Hülsen vorher entzündert?

    Nicht jeder Weg führt zum Ziel...