Aus der Zeitschrift "Caliber 2004" - 180 grain Geschosse in .357 Mag.

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  • Aus der Zeitschrift "Caliber 2004" - 180 grain Geschosse in .357 Mag.

    Habe aus aktuellen Anlass was gefunden - Aus "Caliber 2004" Titel - "Schwere Jungs für die .357 Mag" Testwaffe S&W 686 - 3 mit 6 Zoll Lauf.
    Hülse: PMC / Geschoss- H&N HS 180 grain HP (und seltsamerweise wird ein Rollcrimp verwendet)

    7,0 VV 3N37 - Fed.100 - V 312 m/s = 11 mm SK - Gasdruck: c.a. 1700 bar
    5,8 Hodg. titegroup - Fed. 100- V 317 m/s = 18 mm SK
    6,4 Hodg. Universal - Fed. 100 - V 315 m/s= 19 mm SK
    11,0 VV N110 - Fed. 100 - V 315 m/s = 21 mm SK
    8,1 VV N105 - Fed.100 - V 314 m/s = 22 mm SK
    9,0 Hodg. HS 7 - Fed.200 - V 318 m/s = 23 mm SK
    7,6 Hodg. Longshot - PMC SP - V 315 m/s = 24 mm SK
    13 Hodg. H4227 - Fed.100 - V 315 m/s = 24 mm SK
    8,2 Hodg. HS 6 - Fed. 200 - V 316 m/s = 26 mm SK
    6,0 VV N320 - Fed. 100 - V 312 m/s = 35 mm SK Gasdruck: c.a. 2700 bar
    7,0 VV N340 - Fed. 100 - V 335 m/s = 38 mm SK Gasdruck: c.a. 2700 bar

    :ballern:
  • @hagrud

    Wenn Du dir die TopLoads aus 2007 von "Cal." anschaust, wirst Du das auch finden (u.a.)

    Das musst Du nicht alles abschreiben :jawo:

    Zudem - das mit dem Krimp hast du richtig bemerkt - von daher :lol:

    Ich habe z.B. die Ladung mit 3N37 u. 7gr. nachgebaut.

    Was mir hier ganz extrem aufgefallen ist sind die V0 Unterschiede wenn das Pulver mehrheitlich am Geschoss oder am ZH liegt. Da hatte ich extreme V0 Unterschiede.

    Selber eine V0 Messung zu machen ist mit das A und O bei dieser Sache. Zudem - aus der Hand wo man mal mehr oder weniger stark die Waffe hält oder aus einer RR gemessen muss man auch beachten.

    Wenn ein "Luschi" bei der Muni Kontrolle die Waffe abfeuert, kannst Du gerne mal unter dem MIP sein und aus der RR waren alle gut. Auch hier wäre anzuraten, die V0 aus der RR zu ermitteln und dann mit Hand um ggf. die Unterschiede berücksichtigen zu können. :winke:
    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.
  • mafi schrieb:

    Stimmt bei Magnumpatronen ist ein Rollcrimp normal.
    Es ist aber nicht gerade sinnvoll einen Rollcrimp in ein Geschoss reinzuwürgen das keine Crimprille hat und sich danach auch noch zu wundern, wenn sich das H&N-Mäntelchen vom Kern trennt.
    Hi,
    ich habe keine Probleme mit spritzen und auch auf der Scheibe ist nichts zu sehen.
    H&N selbst empfehlen die LEE Matritze, auch bei Geschossen ohne Crimprille.
    Wenn ich nicht genug crimpe wandern die Geschosse um mehrere 1/10.
    MP
  • motorsägensammler schrieb:

    mafi schrieb:

    Stimmt bei Magnumpatronen ist ein Rollcrimp normal.
    Es ist aber nicht gerade sinnvoll einen Rollcrimp in ein Geschoss reinzuwürgen das keine Crimprille hat und sich danach auch noch zu wundern, wenn sich das H&N-Mäntelchen vom Kern trennt.
    Hi,ich habe keine Probleme mit spritzen und auch auf der Scheibe ist nichts zu sehen.
    H&N selbst empfehlen die LEE Matritze, auch bei Geschossen ohne Crimprille.
    Wenn ich nicht genug crimpe wandern die Geschosse um mehrere 1/10.
    MP
    Servus, wie du sicher weißt gibt es mehrere CRIMP - Arten. Der Rollcrimp ist ein starker Crimp, hier wird der Hülsenmund in das Geschoss "gebördelt". H&N - Geschosse bestehen aus Weichblei mit einen dünnen Kupfer/ Plastiküberzug. Bei Mir - würde ein Rollcrimp den dünnen Kupfermantel aufschneiden/beschädigen dabei würde beim Abfeuern der Mantel vom Geschoss gezogen werden. Alle H&N Geschosse, die ich verwende vertragen keinen Rollcrimp.
  • hagrud schrieb:

    motorsägensammler schrieb:

    mafi schrieb:

    Stimmt bei Magnumpatronen ist ein Rollcrimp normal.
    Es ist aber nicht gerade sinnvoll einen Rollcrimp in ein Geschoss reinzuwürgen das keine Crimprille hat und sich danach auch noch zu wundern, wenn sich das H&N-Mäntelchen vom Kern trennt.
    Hi,ich habe keine Probleme mit spritzen und auch auf der Scheibe ist nichts zu sehen.H&N selbst empfehlen die LEE Matritze, auch bei Geschossen ohne Crimprille.
    Wenn ich nicht genug crimpe wandern die Geschosse um mehrere 1/10.
    MP
    Servus, wie du sicher weißt gibt es mehrere CRIMP - Arten. Der Rollcrimp ist ein starker Crimp, hier wird der Hülsenmund in das Geschoss "gebördelt". H&N - Geschosse bestehen aus Weichblei mit einen dünnen Kupfer/ Plastiküberzug. Bei Mir - würde ein Rollcrimp den dünnen Kupfermantel aufschneiden/beschädigen dabei würde beim Abfeuern der Mantel vom Geschoss gezogen werden. Alle H&N Geschosse, die ich verwende vertragen keinen Rollcrimp.
    Hi,
    klar weiß ich, daß es mehrere Crimparten gibt und deren Anwendung.
    Man kann jeden Crimp mehr oder weniger stark machen.
    Um das wandern der Geschosse zu verhindern muß ich den Crimp schon deutlich ausführen.
    Woher weißt du, daß der RC den Kupfer- oder Plastikmantel beschädigt ??
    Die von caliber, mir und vielen anderen WL verwendeten Geschosse gibt es gar nicht mit Rille !!!
    Wie ich schon schrieb wird von H&N der LEE Factory Crimp empfohlen, der macht bei 357, 44 usw. einen Rollcrimp.
    Bei gezogenen Geschossen sehe ich keine Beschädigungen, nur eine Rille, beim schießen 0 Probleme.
    Allerdings habe ich bisher nur CBC Hülsen genommen, da ich diese in Mengen als Fabrik verschossen hatte.
    Demnächst teste ich Starline und PMC Hülsen, mal schauen ob ich da ohne Rollcrimp auskomme ;-))
    Gruß
    MP
  • @motorsägensammler

    Das mit dem Wandern ist ein Problem - ganz klar.

    Ich habe bei den H&N auch ab und an Probleme mit dem Spritzen - unlängst mal wieder im Gesicht geblutet.

    Die H&N Geschosse sind eh ein Fall für sich - teilweise unrund... - dann baucht das verdrängte Blei noch etwas stärker auf...

    Ist ganz unterschiedlich je nach Geschoss Charge obwohl ich die Krimp M. nicht verstelle... Werde doch mal einen LEE Krimp versuchen.

    Mein grundsätzlicher Rat - Schutzbrille beim Schießen tragen und gut ist - allerdings auch Personen die links hinter einem stehen. Da hat auch schon öfter jemand etwas abbekommen :weinen:
    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.
  • Bei den H&N Geschossen mache ich grundsätzlich einen Tapercrimp. Dabei wird der Hülsenmund leicht in das Geschoss gedrückt. Erreicht wird das bei .357 Mag mit der 9 mm Para Setzmatrize, bei der .44 mag nehme ich dazu eine Redding Profilcrimp - Matrz. ohne jedoch den Profilcrimp ganz auszuführen. Man kann jedoch auch mit LEE - Factory - Crimpmatrize arbeiten. Was den gleichen Effekt erzielt. Die LEE - Factorymatr. macht keinen Rollcrimp.
  • Zacapa schrieb:

    Wenn ein "Luschi" bei der Muni Kontrolle die Waffe abfeuert, kannst Du gerne mal unter dem MIP sein
    Hhm, warum ist das so? ?(
    Bei Pistolen verstehe ich das, wegen dem repetieren, aber beim Revolver...?

    Zacapa schrieb:

    Was mir hier ganz extrem aufgefallen ist sind die V0 Unterschiede wenn das Pulver mehrheitlich am Geschoss oder am ZH liegt. Da hatte ich extreme V0 Unterschiede.
    Wir haben das im Verein mit drei Schützen getestet und ich kann das bestätigen! :thumbsup:

    Bei der Mun.-Kontrolle sollte der Kontrolleur die Waffe kurz mit der Mündung nach oben halten, dass reicht schon aus, damit das Pulver am ZH anliegt!
    Speziell wichtig bei knappen MIP Ladungen!

    MIP Ladungen sollte man IMMER durch das Chroni schiessen, da alleine beim Revolver der Trommelspalt schon viel Unterschiede in m/s ausmachen KANN! :sm03:
    Gruß :winke:
    erndi
    http://www.schiess-ausbildung.de :winke:

    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. :mea:
    Jeder Wiederlader handelt in eigener Verantwortung!
  • Wir reden hier über Muni nahe am MIP - sonst ist das eher unkritisch - also Ruhe bewahren :mea:

    Das ist eben Physik mein lieber erndi

    Die RR simuliert zwar die Schießhand, im Gegensatz zu einem Schützen ist das Gegenlager einer RR eben gleichmäßig. Ein Schütze (vor allem nach ettichen Mag. Schüssen hält die Waffe gg. nicht mehr richtig fest - somit geht Energie (= Geschwindigkeit) in entgegengesetzter Richtung verloren.

    Da war doch mal was in der Schule mit Kraft in die eine und entgegengesetzte Richtung. Bei Pistolen kann das schwache Halten der Pistole dazu führen, dass sie nicht richtig repetiert - gleicher Effekt.

    Versuch macht kluch - einfach mal selbst testen - Waffe schwach halten und aus der RR :winke: für jeden m/s weniger bekomm ich ne Flasche Bier :bier:
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  • Zacapa schrieb:

    Bei Pistolen kann das schwache Halten der Pistole dazu führen, dass sie nicht richtig repetiert
    Tja, mein lieber Zacapa und genau das glaube ich nicht! :nw:

    Ich meine,
    die Energie entsteht IN der Patrone und der ist es egal ob sich hinter ihr was bewegt oder nicht!
    Die entfaltete Energie bleibt gleich!
    Das mit dem Schlitten ist eine andere Baustelle!
    Ich bin zwar schon ein "alter Sack" lerne aber sehr gerne dazu und lasse mich auch gerne überzeugen! :ja:
    Gruß :winke:
    erndi
    http://www.schiess-ausbildung.de :winke:

    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. :mea:
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von erndi ()

  • Hat die Waffe keinen Rückstoß? Die Kraft die das Geschoss in die eine Richtung treibt, treibt die Waffe in die entgegen gesetzte Richtung. Also angenommen - was würde geschehen wenn die Waffe auslöst ohne gehalten zu werden.

    Ich behaupte ja nit, dass das XX % der V0 ausmacht.

    Auch hatte ich wohl geschrieben, dass es nur in solchen Fällen bei der MIP Messung für uns relevant sein kann, wo man eh knapp am MIP geladen hat.

    Du hast alle Gerätschaften um das selbst nachprüfen zu können.

    Ein Praxis Beispiel mit der Pistole eines Mannschaftkollegen - er hatte mit seiner 9mm ständig Störungen und tauschte ständig die Munition weil sie nicht funktioniert.

    Daraufhin nahm ich die Waffe und hatte keine einzige Störung. Ich stellte fest, dass er die Waffe ganz locker gehalten hat. Darauf hingewiesen meinte er, das muss auch so funktionieren - hat es aber nicht weil er als "Gegenlager" "versagt" hat.

    Wenn Störungen nur bei einem selbst vorkommen und sonst bei allen die es versuchen funktioniert, sollte man doch mal überdenken ob die Ursache nicht hinter der Waffe liegt. Er hat ds GK dann sein lassen und damit war das Problem dann auch erledigt ;)
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  • Zacapa schrieb:

    Daraufhin nahm ich die Waffe und hatte keine einzige Störung. Ich stellte fest, dass er die Waffe ganz locker gehalten hat. Darauf hingewiesen meinte er, das muss auch so funktionieren - hat es aber nicht weil er als "Gegenlager" "versagt" hat.
    Ok, das kann ich bestätigen, weil ich dasselbe mit einer P 08 von einem Vereinskameraden erlebt habe.


    Hat aber nichts mit dem Geschwindigkeit zu tun! :ohh:


    Dem Gasdruck ist es so was von egal, ob er zum Verschlussrücklauf u.s.w. genutzt wird oder nicht, wie beim Revolver!


    Die Beispiele die Du anführst haben aber damit was zu tun, dass der Rückstoß durch zu schlappes halten, sich in der Hand durch ein zu geringes Gegenlager, quasi "Tod läuft"!


    Auch habe ich in keinem Fachbuch habe ich gelesen, dass durch unterschiedliches festhalten der Waffe die Geschossgeschwindigkeit beeinträchtigt wird!

    Wir sind zwar meist einer Meinung, aber da... :asch:
    Herzliche Grüße :winke:
    erndi
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    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. :mea:
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  • Einfach mal messen 10 aus der RR und 10 mit locker gehaltener Waffe.

    Bitte auch die Streuung der V0 ermitteln. Waffe dabei wenn aus der Hand geschossen wird unterschiedlich fest halten incl. Körperspannung.

    Danach können wir ja noch mal darüber reden und ich komme mir das Bier abholen :bier:
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  • Noch was - einfach so zur Anregung:

    Was hat denn was mit der Geschwindigkeit zu tun und warum fliegt die Kugel vorne aus dem Lauf und nicht die Waffe in meine Richtung.

    Das liegt an der Masse & Masseträgheit. Dass die Waffe gehalten wird spielt da ersteinmal keine Rolle, da der Masse Unterschied enorm ist.

    Ohne jemanden der die Waffe hält, würde die Energie der Ladung die Waffe (also um die 1.000g) nach hinten beschleunigen. Die Energie die dazu aufgewendet wird, die Masse der Waffe zu beschleunigen und nach hinten zu schieben, fehlt zwangsläufig dem Geschoss.

    Wenn die Waffe hingegen fest eingepannt ist, kann die Energie nur in Richtung Laufmündung gehen und fließt in die Energie des Geschosses zu ca. 100% (Reibung lassen wir mal weg).

    Da wir die Waffe / den Lauf nicht so fest halten wie ein Schraubstock, sind das weniger als 100% und wenn man das noch lockrer hält dass die Waffe stärker schlägt und sich richtung Schützen bewegt eben noch etwas weniger.

    Diese Energie geht dem Geschoss für seine Beschleunigung verloren und wenn Du dann halt 5m/s weniger hast, sind das halt 5m weniger (z.B.)
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