Frage zur RCBS RC II Presse

  • Hallo Wiederlader,


    Ich besitze eine RC II Presse und habe schon mehrere hundert LW Patronen damit gefüllt.
    Die Patronen ließen sich wunderbar verladen, nur an den Streukreisen wird noch getüftelt.
    Es werden auch HH und FL Matrizen von RCBS benutzt.
    Die FL Matrizen habe ich bis dato immer nach der Anleitung von RCBS eingestellt.
    Also HH hoch, Matrize drauf drehen und danach die Matrize 1/8 Umdrehungen weiter rein.
    So, wenn ich jetzt egal welche Hülse vollkalibriere kann ich den Hebelarm in der untersten Stellung quasi feststellen. Also wenn die Hülse in der Matrize steckt bis zum HH.
    Ich hab vor kurzem vom Vereinskollegen Besuch gehabt, der auch lädt, und der sagte mir das die Einstellung falsch wär.
    Die Lagerungen der Presse würden ausleiern.
    Da ich in der Suche nichts gefunden habe wollte ich euch mal fragen, wie ihr das seht, mit der Einstellung :krat:
    Ich bin mir nicht sicher was ich davon halten soll :/
    Bis jetzt ist nix ausgeleiert


    Danke für eure :grueb: Hilfe

  • Schau dir mal den Stempel genau an wenn du den Hebel nach unten bewegst.
    Der Stempel wird eine geringe Abwärtsbewegung machen kurz bevor der Hebel ganz unten ist.
    Das hat absolut nichts mit Ausleiern zu tun.
    Das machen fast alle Pressen

    Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


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  • Danke für deine Antwort.
    Darauf geachtet habe ich echt noch nicht, dass der Kolben wieder ein Stück runter geht.
    Wenigstens sind meine Zweifel verschwunden und ich lad weiter wie ich es bisher gemacht habe.

  • Da bin ich anderer Meinung wie Karl - Heinz, bei "Neuen" Pressen genügt es die Matrizen bis zum Hülsenhalter zu schrauben - da hat dein Vereinskollege schon recht. Bei alten ausgeleierten Pressen mit Spiel - glaub mir das merkst Du - sollte man 1/8 Umdrehung weiter reindrehen um dieses "Spiel" auszugleichen. Wenn Du bei einer neuen Presse die Matrize ebenfalls 1/8 Umdrehung weiter reindrehst bekommst nach wenigen Jahren relativ viel Spiel. Meine RC ist 24 Jahre alt und hat weniger Spiel als die von einem Vereinskollegen der seit 5 Jahren lädt und die Matrizen bis zum HH + 1/8 Umdrehung einstellt.

  • und die Matrizen bis zum HH + 1/8 Umdrehung einstellt.

    Genau das ist ja nicht nötig, da der höchste Punkt ja nicht dann erreicht wir wenn der Hebel ganz unten ist.
    Bei meiner Lyman T-Mag II und der Hornady L-n-L Classic wird hat der höchste Punkt vorher ereicht.

    Gruß
    Karl-Heinz

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  • Nur so ein Gedanke - kann auch blöd sein da ich erst eine Tasse Kaddee intus habe,,,


    Macht von der Konstruktion her ja eigentlich auch Sinn wenn die Presse den 0 Punkt durchläuft.


    Das wäre von der Funktion (Druckverlauf) her wie eine Exzenterpresse.


    Wenn bei der Presse 0 Punkt = Hebel Anschlag ist, die Druckkraft entsprechend der Hebelkraft und wenn man mal einen "schwachen" Moment hat, ist der Druck unterschiedlich.


    Wenn der 0 Punkt bereits etwas vor dem Hebelanschlag kommt und eine kleine, entgegengesetzte Bewegung einsetzt, hat man den Punkt mit dem höchsten Pressendruck bereits durchlaufen und somit einen gleichmäßigeren Druck "Patrone zu Patrone".


    @Lusches


    Hab ich da einen Denkfehler oder was meinst Du?

    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • Wenn das so ist, dürftest du bei deiner Matrizeneinstellung den Hebel nicht ganz bis zum Anschlag fahren da ja der OT Punkt schon vorher erreicht wird ?

  • Würde sagen ihr habt beide Recht, die Pressen die ich bis jetzt betätigt habe gingen auch kurz schwerer und danach bis zum Anschlag wieder leichter. So wie Zacapa das erklärt macht es Sinn und der Druck ist von Patrone zu Patrone gleichmäßiger, jedoch ändert das nichts an der Tatsache dass eine zu weit engedrehte Matritze den Verschleiß der Presse begünstigt weil ob ich jetzt am Ende fester presse oder kurz davor spielt ja dann keine Rolle oder? ?(

  • Ist wie beim Auto - immer besser wenn es vor der Wand... und nicht durch die Wand.


    Klar wenn man die Matrizen dann zu tief eindreht geht der Effekt ggf. verloren und wie beim Auto...


    Ob die Hersteller das bewusst so oder so konstruiert haben - ich hätte es in dem Fall so konstruiert wie von mir beschrieben :winke:

    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • …. oder aber "Eure" Pressen sind bereits ausgeleiert, bei meiner RC ist Anschlag Hebel gleich OT- da geht nix zurück!

  • bei meiner RC ist Anschlag Hebel gleich OT- da geht nix zurück!

    Glaube ich dir ja.
    Ich kann auch von den mir zur Verfügung stehenden Pressen sprechen.
    Schau dir mal die Gebrauchsanweisung der Hals Kalibrierematrize von LEE an.
    Da gibt es eine andere Einstellung für Pressen von Fremdherstellern.

    Gruß
    Karl-Heinz

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  • Hallo,
    mein Senf dazu:
    Ich fahre den Stempel beim eindrehen der Matritze zum OT, dann Matritze auf Anschlag und eine 1/4 Umdr. zurück.
    @hagrud : Schau mal ganz genau hin. Alle RC die ich kenne haben den OT kurz vorm Anschlag.
    Natürlich fährt der Stempel nicht mehrere cm zurück, aber ein bischen schon.
    Wenn man seitlich auf den Hebelmechanismus schaut sieht man auch, daß man etwas über OT kommt.
    Gruß
    MP

  • Zu Schritt 2 und 3: In der Anleitung zu US-Pressen kann man lesen, dass man die Matrize
    um ca. ¼ Umdrehung weiter in die Presse schrauben soll, wenn der Pressenstempel wieder
    zurückgefahren wurde. Damit verringert man zwar einen eventuell auftretenden Abstand
    zwischen Matrize und Hülsenhalter, belastet aber auch die Presse enorm.



    Gefunden unter: https://www.triebel-guntools.d…en_Wiederladematrizen.pdf


    Und bitte daran denken, bei Hartmetallmatritzen (KW) soll man auch laut RCBS Anleitung etwas Luft zwischen Matritze und Hülsenhalter lassen.


    Gruß
    MP

  • Da ist ja eine rege Diskussion ausgelöst worden.
    Ich bin ja noch kein ewig langer Wiederlader und das wie gesagt nach Anleitung des Herstellers.
    So wie ich jetzt richtig verstanden habe, soll ich die Matrize, nachdem der HH berührt wurde wieder eine viertel Umdrehung zurück gedreht werden.
    Aber dann steht die Matrize weiter raus und hat Luft zum HH, genau das soll es doch bei Vollkalibration nicht vorhanden sein.
    In den buch vom K.D. Meyer ist es in etwa genauso beschrieben wie in den Anleitungen.
    Ich bin ein wenig verwirrt bei euren Meinungen :S
    Ich will mir meine Presse nicht ruinieren

  • @schemelschelm
    Stellst du deine Komponenten immer so ein? Und noch keine Probleme gehabt den Verschluss zu schließen ?
    Ich bin ein wenig verwundert warum es in vielen Büchern und Anleitungen, falsch beschrieben wird.

  • Rekalibriermatrize stelle ich grundsätzlich so ein, ja. Und nein, hatte noch nie Probleme die Verschlüsse zu schließen.
    Von mir aus kannst Du auch auf Anschlag am oberen Totpunkt schrauben, aber anschließend noch weiter runter drehen ist m.E. nach Quatsch und belastet nur sinnlos die Werkzeuge.

  • Ich halte es auch so wie schemelschelm. Und ich hatte auch noch keine Probleme mit den Verschlüssen. Auch wüsste ich nicht was es bringen soll die Matrize auf dem Halter aufsitzen zu lassen. Bin mir aber sicher das meine Presse somit nicht übermäßig belastet wird.