DAR DMR Advenced Patrone zündet nicht, Verschluss lässt sich nicht öffnen.

  • Hallo Zusammen,


    ich schildere mal mein Problem, vielleicht habt ihr eine Idee.


    Zuerst habe ich mir 3 Packungen Fabrikmunition von verschiedenen

    Herstellern gekauft um bisschen zu testen und das richtige Geschossgewicht

    zu finden. Alle Patronen ohne Probleme verschossen, keine Störungen etc.



    Dann habe ich mir 300 verschossene Hülsen(nicht aus meinem Gewehr

    verschossen-vielleicht das Problem?) voll kalibriert und selbst geladen.

    Damit fingen die Probleme an. Die 10 Patrone hat nicht gezündet,

    Verschluss ließ sich nicht mehr öffnen. Also Lower abgebaut, Abzug

    gespannt, Lower wieder angebaut und abgedrückt. Patrone hat gezündet, war

    aber total verrußt.


    Erst mal aufgehört, nach Hause, alles schön gereinigt und gefettet. Heute

    wieder auf den Stand, selbe Problem wieder. Die ersten 20 Schuss

    selbstgeladene Patronen ohne Probleme, dann wieder in unregelmäßigen

    Abständen 3 mal nicht gezündet und dann das Prozedere wie oben beschrieben

    durchgeführt.


    Jetzt bin ich bisschen ratlos. Patronenlänge passt, also Geschoss liegt

    nicht an den Zügen an. Ich habe mal ein Bericht gelesen(von Herrn Schmitt

    von Stl) er rät definitiv davon ab, Hülsen die aus einem anderen Gewehr

    verschossen wurden, selbst wenn sie voll kalibriert sind, zu verwenden.


    Was meint ihr? Bin für jeden Tip dankbar.

  • Hast du mal eine in eine Patronenlehre gesteckt?

    Vielleicht hast du nicht vollständig kalibriert, ggf. brauchst du eine so genannte small base Matrizen.

    Wie lang sind die Hülsen nach dem kalibrieren?

    Alle Ladeempfehlungen ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • Hatte das selbe Problem bei meiner MR223 mit Vollkalibrierten Hülsen.

    Habe dann auf eine Small Base Matrize umgestellt uns siehe da seitdem läuft Sie ohne jegliche Störung und zudem sehr präzise.

  • Patronenlehre habe ich nicht. Den Begriff Small Base Matrize höre ich zum ersten Mal.

    Die meisten Matrizen kalibrieren den untersten Teil der Hülsen nicht mit. Gerade bei Halbautomaten und engen Patronenlagern kann das zu Problemen führen. Vielleicht hat jemand in Deinem Verein eine Patronenlehre?

    Ich persönlich prüfe jede Patrone für Wettkämpfe vorher mit einer Patronenlehre. Wenn Du weißt, dass dein Gewehr "zickig" ist, solltest du über eine eigene nachdenken. Während du bei Pistolen und Revolver einfach eine Patrone in die Kammer stecken kannst, ist das bei Gewehren, besonders Selbstladern, etwas schwieriger. Denn wenn du sie durch das Gewehr repetiertst und etwas nicht stimmt, sitzt du mit geladener und blockierter Waffe zuhause.

    Alle Ladeempfehlungen ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • Denn wenn du sie durch das Gewehr repetiertst und etwas nicht stimmt, sitzt du mit geladener und blockierter Waffe zuhause.

    Genau davor hatte ich Angst. Werde mir auf jeden Fall gleich eine Small Base Matrize kaufen. Und hoffe, dass das Problem damit erledigt ist. Man lernt echt nie aus.

  • Patronenlehre ist auch sehr wichtig. Bei mir wandern sogar alle Kurzwaffenpatronen dort durch. Dann gibt es keine bösen Überraschungen beim schießen.

    Für LW ist so eine Lehre noch viel wichtiger.

    Bremsespätestens wenn du Gott siehst!:boe:

  • Würde man mal bitte jemand erklären worum es hier eigentlich geht.

    Also nicht nur für Insider.

    Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Egal was ich tue, für irgendjemand auf diesem Planeten ist es das Falsche.


    Neue Frage -------> Neues Thema.

  • Verschluss ließ sich nicht mehr öffnen.


    Ich trimme nach dem Kalibrieren auf 44,60mm.

    Vermutlich zu lang.

    Über 44,50mm trimme ich auf 44,30-44,40.



    Während du bei Pistolen und Revolver einfach eine Patrone in die Kammer stecken kannst, ist das bei Gewehren, besonders Selbstladern, etwas schwieriger. Denn wenn du sie durch das Gewehr repetiertst und etwas nicht stimmt, sitzt du mit geladener und blockierter Waffe zuhause.

    Da baut man Dummys, Steckt 5 ins Magazin und repetiert die durch.

  • DAR verbaut ja Läufe mit Min CIP Lagern, allerdings läuft meine problemlos mit gewöhnlich vollkalibrierten Hülsen. Eine Trimmlänge von 44,5mm sollte im Normalfall auch nicht das Problem sein, ich trimme meine auch auf 44,5, die laufen sowohl aus meiner DAR als auch aus meiner DPMS störungsfrei.


    Small base wäre eine Option, da bei diversen Schmeisser AR‘s (die ja auch LoWa-Läufe verbauen) diese teils auch die Lösung des Problems sind.


    Mit der OAL musst Du auch aufpassen, je nach Geschossform (Ogive) kann ich meine z.b. max. auf 56,5mm laden, da das Geschoss sonst schon Feldkontakt hat.

  • Da baut man Dummys, Steckt 5 ins Magazin und repetiert die durch.

    Dummys helfen nicht wirklich um zu lange Hülsen oder zu große OAL sicher zu erkennen. Da sich das Geschoß ja weiter hineinschieben kann.

    Ich hatte das Problem mal bei einer Remington 7400 während einer Drückjagd und einer hineingerutschten Patrone für den Repetierer.

    Verschluß ging weder zu noch auf. Abschlagen ging auch nicht.

    0,2mm zu lang und du stehst da mit einer Waffe mit scharfer Munition in der Kammer. Sonntags. 200km von zu Haus. Irgendwo an einer Waldkante.


    Noch nie war ich so dankbar für ein gut sortiertes Bordwerkzeug!

    Abzug ausgebaut und Schlabofeder von hinten entspannt.

    War mir eine Lehre!

    Ladedaten ohne jegliche Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!


    while (bullets > 0 && target == 1){fire == 1;}

  • Dummys helfen nicht wirklich um zu lange Hülsen oder zu große OAL sicher zu erkennen. Da sich das Geschoß ja weiter hineinschieben kann.

    Diesen Satz verstehe ich nicht? Die Dummypatrone fertigt man exakt wie die echte, nur ohne Pulver und Zünder. Unterschiede in der Hülsenlänge kann es da nicht geben.

    Zudem prüft man damit ja nicht nur die ordnungsgemäße Zuführung, sondern auch die korrekte OAL. Das heißt, nach dem Auswerfen wird neben der optischen Prüfung des Geschosses auch OAL und Länge an der Ogive gemessen (um eben das oben angesprochene "hineinschieben" auszuschließen). Zudem nutzt man wohl eher selten derartige Pressladungen, dass sich ein Geschoss nicht auch in einer "gefüllten" Patrone verschieben kann bei zu großer OAL...

    Angegebene Ladedaten sind immer ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • Ferndiagnosen sind immer schwierig - tippe aber, wie die anderen auf die falschen Matrizen. Welchen Matrizensatz verwendest Du ?

  • DAR verbaut ja Läufe mit Min CIP Lagern, allerdings läuft meine problemlos mit gewöhnlich vollkalibrierten Hülsen. Eine Trimmlänge von 44,5mm sollte im Normalfall auch nicht das Problem sein, ich trimme meine auch auf 44,5, die laufen sowohl aus meiner DAR als auch aus meiner DPMS störungsfrei.


    Small base wäre eine Option, da bei diversen Schmeisser AR‘s (die ja auch LoWa-Läufe verbauen) diese teils auch die Lösung des Problems sind.


    Mit der OAL musst Du auch aufpassen, je nach Geschossform (Ogive) kann ich meine z.b. max. auf 56,5mm laden, da das Geschoss sonst schon Feldkontakt hat.

    Hallo, die OAL ist nicht das Problem. Habe die max. Länge mit dem Geschoss und mit Hilfe von Hornady Gaug gemessen. Bei mir begrenzt leider das Magazin die OAL.

  • Diesen Satz verstehe ich nicht? Die Dummypatrone fertigt man exakt wie die echte, nur ohne Pulver und Zünder. Unterschiede in der Hülsenlänge kann es da nicht geben.

    Zudem prüft man damit ja nicht nur die ordnungsgemäße Zuführung, sondern auch die korrekte OAL. Das heißt, nach dem Auswerfen wird neben der optischen Prüfung des Geschosses auch OAL und Länge an der Ogive gemessen (um eben das oben angesprochene "hineinschieben" auszuschließen). Zudem nutzt man wohl eher selten derartige Pressladungen, dass sich ein Geschoss nicht auch in einer "gefüllten" Patrone verschieben kann bei zu großer OAL...

    Hallo, mit der Dummypatrone hast du schon Recht. Doch wäre die steckgeblieben, hätte man meiner Meinung nach auch ein Problem. In meinem Fall hatte ja das nochmalige Spannen des Abzuges und zum Glück dann auch ein Zünden der Patrone, den Verschluss aufgedrückt. Steckt die Dummypatrone fest, hilft wahrscheinlich nur Gewalt.

  • Ferndiagnosen sind immer schwierig - tippe aber, wie die anderen auf die falschen Matrizen. Welchen Matrizensatz verwendest Du ?

    Mit der Ferndiagnose hast du Recht. Doch den Tip mit den Small Base Matrizen, habe ich auf diese Weise zumindest erhalten. Ich habe einen RCBS Competition Matrizensatz verwendet. Habe mir jetzt auch noch eine RCBS Small Base Matrize bestellt, und hoffe, dass das Thema damit erledigt ist.

  • Hallo

    Ich hab das gleiche Gewehr und hatte das gleiche Problem. Bei mir lag es daran, dass ich die Hülsen nicht weit genug kalibriert hatte. Ich meine die Einstellung der Kalibriermatrize: Wenn die Presse ganz oben ist, darf nur noch ein minimaler Spalt zwischen Hülsenhalter und Matrize zu sehen sein. Oder besser sogar gar kein Spalt. Und wenn du die fertige Patrone in die Patronenlehre steckst, darf der Hülsenboden nicht (also gar nicht !) heraus ragen. So eine Lehre brauchst du unbedingt!

    Ich hab ewig herumgebastelt bis ich darauf gekommen bin.

    Und was ich mir alles überlegt habe, woran das liegen könnte....

  • RCBS Competition Matr. u.ä. BR - Matrizen kalibrieren nur soviel wie nötig, das kann bei Waffen mit "engen Patronenlager"dazu führen dass die kalibrierten Hülsen nicht passen. Zu diesen Zweck gibt eben diese Small Base Matrizen die gewisse Stellen der Hülse enger kalibrieren. Gerade bei Halbautomaten für die Funktionssicherheit eine Empfehlung.