Rollcrimp bei Schrotpatronen

  • Für wenige Patronen sicher eine gute Lösung. Aber wenn ich z.B. 200 Schuß Crimpen wollte, wäre mir das zu heftig. Allerdings hat man mit dem Gerät mehr Gefühl für den "Endanschlag". Ich habe das Teil für den Akkuschrauber/Ständerbohrmaschine. Da ich über letzteres nicht verfüge, muß ich den Akkuschrauber nehmen. Hab da dann jedoch nicht soviel Gefühl für die Endposition. Und müsste mir noch einen Gegenhalter bauen. Oder könnte man die Patronen von Hand (Lederhandschuh) halten?

  • a) Ständerbohrmaschine

    Man braucht nicht gleich eine Ständerbohrmaschine. Ein billiger Bohrständer reicht aus.

    zB der da https://www.obi.de/bohrstaender/bohrstaender/p/8035487

    Aber wie du schon geschrieben hast, es fehlt eben dann jegliches Gefühl, wann es jetzt gut ist.


    b) Festhalten

    Man kann sie mit der Hand halten oder mit einer Zange. Das macht aber bei 200 Stück auch keinen Spaß.


    Es gibt kleine Schraubstöckchen, um die Hülse zu halten.

    zB https://www.ballisticproducts.…Options/productinfo/VISE/


    Das kann man sicher auch selbst basteln.

    zB so

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    while (bullets > 0 && target == 1){fire == 1;}

  • Dauer max 10 Sekunden. Kraftaufwand ist gleich zum Akkuschrauber.

    Ich habe ebenfalls das Teil mit der Handkurbeln. Das Video spiegelt nicht wirklich den Kraftaufwand wider. Hier sieht es aus, als müsste man sich richtig anstrengen was aber nicht stimmt! Ich nehme zum Ziehen nur zwei Finger.

    Habe gestern Abend 50 Hülsen mit Rollcrimp versehen. Bin gemütlich vorgegangen und in maximal 15 Minuten war ich fertig.

    Rechtschreibfehler in den Texten sind keine Faulheit oder Ignoranz. :winke:

    Ich habe eine Rechtschreibschwäche.:mauer: Durch die Rechtschreibprüfung versuche ich die Fehler einigermaßen im Zaum zu halten.

    Einmal editiert, zuletzt von maritim68 ()

  • Das bringt mich gleich zur nächsten Frage. Wieviel sollte der Hülsenrand über dem Flintenlaufgeschoss überstehen? Oder kann das variieren?

    Beim Sternverschluß soll man da ja ungefähr 10-11mm einhalten. Bei dem Film unten sind das aber eher so um die 5mm.

  • Ich habe mir gerade mal die abgeschossenen Hülsen von der Brenneke 12/67 K.O.Clean Speed Plus angeschaut. Da war der Hülsenrand bestimmt locker 14 mm über dem Geschoss, bevor der Hersteller den Rollcrimp gemacht hat.


    Anfangs habe ich die Brenneke K.O.Clean Speed Plus Wiedergeladen, hier waren es auch ca. 14 mm vom Geschoss bis zum Hülsenrand.

    Später habe ich nur noch neue 12/70 Hülsen verwendet und hier waren es dann ca. 17 mm bis zum Hülsenrand.

    Durch die 3 mm mehr ist meiner Meinung nach, keine Veränderung bei der Schussleistung aufgetreten.


    Ist natürlich eine interessante Frage, was passiert, wenn man die Hülse kürzt. Mal schauen was die alten Hasen sagen. Ich habe mir bisher noch keine Gedanken darüber gemacht.:nw:

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  • Ich verschieße auch 12/70er aus einer 12/89 Flinte. Da gibt es meiner Erfahrung nach keine beobachtbaren Veränderungen.


    Eine Schrothülse ist keine Flaschenhalspatrone. Ein Schrotlauf hat keine Züge.

    Es gibt also bei einer gekürzten Hülse keinen Freiflug, der die Präzission negativ beeinflussen könnte.


    Auf jeden Fall gilt: wenn man die Hülse kürzt, passen mehr Mumpeln ins Röhrenmagazin. :-)

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    while (bullets > 0 && target == 1){fire == 1;}

  • Ich habe die Frage von Wehrmann etwas anders gedeutet.

    Je nachdem wie viel die Hülse vor dem Rollcrimpen über dem Slug steht, ist zb. der Gegendruck vielleicht stärker oder schwächer.

    Es macht ja auch einen Unterschied, ob man einen 6 oder 8 fachen Stermcrimp verwendet.

    Ich habe festgestellt, wenn der Druck höher ist, dass ich weniger Pulverrückstände habe. Auch ist die Wiederholgenauigkeit wesentlich besser geworden.

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  • Dunkelschwarz

    Mir geht es mehr darum ab wann die Flintenlaufgeschosse einen sicheren Halt haben? Oder wenn der überstehende Hülsenhals zu lang ist. Wohin fließt dann das Material beim Rollcrimpen? Hat das Auswirkungen auf den sicheren Geschoßsitz? Dahin gehen meine Gedanken. Oder mach ich mir da zuviel nen Kopf?

    maritim68

    Sehr guter Gedanke. Es betrifft ja beides. Rollcrimp und Sternverschluß.

  • Warum sind Schrotpatronen überhaupt verschlossen?

    Der Verschluß sichert, das nichts herausfällt und auch nichts Nachteiliges an das Treibmittel oder die Geschoose herankommt. Zudem verschaffen sie dem Pulver Zeit, seine Druck aufzubauen.


    Was ist der Vorteil des Sternverschlusses?

    Durch den Wiederstand des Sternverschlusses baut sich ein Druck in der Hülse auf. Zu einem halbwegs wiederholbaren Zeitpunkt bricht der Verschluß auf und entläßt die Schrotladung in den Lauf. Der Unterschied zwischen 6 und 8fach Sternverschluß ist idR vernachlässigbar. Der Sternverschluß wird kommerziell genutzt, weil er billiger und schneller zu produzieren ist.


    Was ist der Vorteil des Rollcrimps gegenüber dem Sternverschluß?

    a) Es paßt einfach mehr in die Hülse, da ja mehr Hülsenraum zur Verfügung steht. Ein Sterncrimphülse ist ca 6mm kürzer als eine rollgecrimpte bei gleicher Kammerlänge. Nachteil ist, es passen weniger in ein Röhrenmagazin.

    b) Man sieht, was verladen wurde (wenn man einen klaren Abschluß wählt) oder kann den Slug fühlen, wenn man in der Schrottasche kramt. Das schreibt übrigens auch die Unfallkasse bei der Jagd vor.

    c) Die Standardabweichung beim Kammerduck liegt niedriger als bei Sterncrimp.

    d) In der Regel liegt auch der Maximaldruck niedriger als beim Sterncrimp.

    Ladedaten ohne jegliche Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!


    while (bullets > 0 && target == 1){fire == 1;}