Weitergabe von NC-Pulver

  • Hallo zusammen !

    Kann mir jemand sagen, ob ich aus einer Originalverpackung Treibladungspulver
    einen Teil davon an einen Berechtigten weitergeben darf. Also beispielsweise
    100 g zum Ausprobieren ?
    Ich finde keine Vorschriften über die Behältnisse, in denen Treibladungspulver
    weitergegeben werden darf. Es heißt gelegentlich, Pulver dürfe nur in der

    "Originalverpackung" weitergegeben werden. Geht es dabei um die Beschriftung
    oder um die Art der Verpackung?

    Danke für alle Tipps (wenn möglich mit Quellenangabe)

    Gruss Jürgen

  • Pulver muß immer in der Originalverpackung weitergegeben werden. Alleine schon zur Identifikation der Sorte. Außerdem werden die Verpackungen geprüft und zugelassen, der Ziplok-Beutel aus der Küche nicht.


    Weitergeben ist grundsätzlich aber kein Problem. Nur halt eben in der Originalverpackung.


    Entweder überläßt Du dem Kumpel Deine fast leere Dose, oder Ihr trefft Euch bei einer geeigneten Ladepresse, und erstellt die Patronen gemeinsam. Vergiß aber nicht, die übergebene Pulvermenge in sein Pulverbuch einzutragen.

    Du bist anderer Meinung als ich und ich werde Dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen.

    - Beatrice Hall (fälschlich Voltaire zugesprochen)

  • Inzwischen habe ich eine Vorschrift gefunden, welche die Fragen, zwar nicht vollständig, aber zum Teil beantwortet.

    § 14 Abs. 5 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1. SprengV) sagt:


    Treibladungspulver für das nichtgewerbsmäßige Laden und Wiederladen von Patronenhülsen,

    zum Vorderladerschießen oder zum Böllern darf nur in der Ursprungsverpackung des Herstellers

    oder in der Verpackung des Einführers vertrieben oder anderen Personen überlassen werden.


    Zum Überlassen darf ich nur die "Ursprungsverpackung" nehmen, aber diese Formulierung schließt
    nicht aus, dass ich mein eigenes Pulver in einer anderen geeigneten Verpackung aufbewahre.

    D.h., ich könnte für einen anderen Berechtigten 100 g abwiegen, diese 100 g in der Ursprungsverpackung
    überlassen und den Rest des Treibladungspulvers bewahre ich in einem anderen Gefäss auf. Das ist
    prinzipiell nicht verboten, auf Lehrgängen wird sogar empfohlen zum Wiederladen nur die unmittelbar
    benötigte Menge abzuwiegen und den Rest wieder ordnungsgemäß zu verstauen.

  • Auch der Vorratsbehälter des Pulverfüllers ist nicht die Ursprungsverpackung.


    Und auch wenn Du jede Ladung händisch abwiegst, solltest Du nicht die Ursprungsverpackung mit einem Kilogramm Pulver daneben stehen haben.

  • Also uns wurde geraten die Ursprungsverpackung mit auf dem Arbeitstisch stehen zu lassen. Nur diese eine von dem Pulver, das man gerade verwendet.

    Die hilft, wenn man waehrend des Ladens nochmal Ladetabellen durchsieht immer vor den Augen zu haben mit welchem Pulver man gerade arbeitet.


    Das mache ich heute noch so, dass ich es wie beibebracht bekommen habe. Ich sehe mit was ich arbeite. Beim zurueck fuellen des nicht verwendeten Pulvers kann es so auch nicht zu Verwechslungen mit anderen Pulverdosen kommen.


    Vorsicht und sich doppelt absichern ist besser als Harfe spielen.... :ja:

  • Und auch wenn Du jede Ladung händisch abwiegst, solltest Du nicht die Ursprungsverpackung mit einem Kilogramm Pulver daneben stehen haben.

    Aber selbstverständlich. Genau diese sollte, gut verschlossen natürlich, auf dem Tisch stehen. Und zwar nur diese, keine weitere. So vermeidet man Verwechslungen, sowohl darüber welches Pulver gerade im Einsatz ist, als auch in welche Dose die Reste aus dem Dosierer gehören.

    Du bist anderer Meinung als ich und ich werde Dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen.

    - Beatrice Hall (fälschlich Voltaire zugesprochen)

  • Aber selbstverständlich. Genau diese sollte, gut verschlossen natürlich, auf dem Tisch stehen. Und zwar nur diese, keine weitere. So vermeidet man Verwechslungen, ...

    Ist wahrscheinlich besser so.


    Aber die Frage ist noch offen, ob ich das Pulver bei mir in einem anderen Gefäß lagern darf. Manchmal wird die Ursprungsverpackung defekt, dann muss man umpacken.

  • Ist wahrscheinlich besser so.


    Aber die Frage ist noch offen, ob ich das Pulver bei mir in einem anderen Gefäß lagern darf. Manchmal wird die Ursprungsverpackung defekt, dann muss man umpacken.

    Hatte noch nie eine Ursprungsverpackung defekt. In einem anderen Gefäß lagern dürfte je nach SB z.B. bei einer Kontrolle einen Tanz geben. Wie willst du nachweisen um welches Pulver es sich handelt? Unter anderem deshalb, ist es ja sinnvoll die Originalverpackung zu haben bzw. auch darin zu lagern.

    Ach was Probleme: das sind lediglich Stationen auf dem Weg zur vollkommenen Weisheit! :thumbup:

  • Ein kleiner Gedanken Anstoß: Die Regelung über die Nachverfolgbarkeit (QR Code) gilt nur bis zu dem Händler, bei dem wir das Pulver kaufen. Vielleicht hast du ja noch eine alte Dose des gleichen Pulvers rumliegen? ;)


    Edit: Oder ein Schützen/Jäger Kollege.

    Alle Ladeempfehlungen ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • Ein kleiner Gedanken Anstoß: Die Regelung über die Nachverfolgbarkeit (QR Code) gilt nur bis zu dem Händler, bei dem wir das Pulver kaufen.

    Zwischenfrage: heißt jetzt genau was? Was meinst du mit "gilt" und welche Quelle sagt das aus? Ich frage deshalb nach, weil es mich interessiert. Wenn dieser QR-Code beim Verkauf auf den Papieren übertragen wird, (was der Fall ist) kann die Behörde (wenn sie will) exakt diese Dose auch im Lager des Käufers anhand dieses QR-Codes auch nachvollziehen.

    Ach was Probleme: das sind lediglich Stationen auf dem Weg zur vollkommenen Weisheit! :thumbup:

  • Die, die den Schein nach §27 haben, wissen doch genau, dass man Pulver ausschließlich in der Originalverpackung aufbewahren und transportieren darf.

    Verstehe also den Sinn der Diskussion nicht ganz. Zumindest für D ist das klar geregelt. Und eine leere Dose eines Pulvers sollte man sowieso da haben, falls die Kontrolle mal das gelagerte Pulver abwiegen will...

    Bremsespätestens wenn du Gott siehst!:boe:

  • Vergiß aber nicht, die übergebene Pulvermenge in sein Pulverbuch einzutragen.

    Das ist Quark. Du kannst DEIN Pulver mit zu deinem Wiederladerfreund nehmen und DU baust dort mit SEINEN Matrizen und Material Patronen, die du ihm dann überlassen kannst.

    Nix mit eintragen, solange Pulver nicht in SEINEM Pulvertresor verschwindet!

  • Beitrag von Taxol ()

    Dieser Beitrag wurde von treppenfahrer aus folgendem Grund gelöscht: Es geht um NC-Pulver. ().
  • Zwischenfrage: heißt jetzt genau was? Was meinst du mit "gilt" und welche Quelle sagt das aus? Ich frage deshalb nach, weil es mich interessiert. Wenn dieser QR-Code beim Verkauf auf den Papieren übertragen wird, (was der Fall ist) kann die Behörde (wenn sie will) exakt diese Dose auch im Lager des Käufers anhand dieses QR-Codes auch nachvollziehen.

    Die Quelle ist das Sprengstoffgesetz §16l im Verbindung mit §16k, Juristen mögen mich bitte korrigieren, falls ich falsch liege. Gilt heißt, der Hersteller und die Händler müssen, du nicht.


    Die Konsequenz ist meiner Auffassung, der meines SB und die des Händlers, das du z. B. dir ein 3,5 kg Gebinde kaufen, 1,5 kg verladen und die restlichen 2x1 kg in alte Dosen packen kannst. Je nach dem wen davon du fragst, muss es eine Dose der gleichen Sorte sein (SB) oder auch einfach eine Kaffedose (SB anderer Kreis). Interessant wird es erst, wenn du Mengen transportieren willst die eine handelsübliche/orginal Verpackung fordern. So weit ich mich erinnere war das ab 1 kg. Die von Jürgen genannten 100 g wären also kein Problem.

    Alle Ladeempfehlungen ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!


  • D.h., ich könnte für einen anderen Berechtigten 100 g abwiegen, diese 100 g in der Ursprungsverpackung
    überlassen und den Rest des Treibladungspulvers bewahre ich in einem anderen Gefäss auf. Das ist
    prinzipiell nicht verboten, auf Lehrgängen wird sogar empfohlen zum Wiederladen nur die unmittelbar
    benötigte Menge abzuwiegen und den Rest wieder ordnungsgemäß zu verstauen.

    Interessant, wird das dann bei der Kontrolle. Was ist das? Wo haben Sie das her? QR Code?


    Lass es! Oder hebe die leeren Pulverdosen auf.



    Sachbearbeiter und Sachkenntnis sind leider zwei verschiedene Paar Schuhe.

    Ladedaten ohne jegliche Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!


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  • D.h., ich könnte für einen anderen Berechtigten 100 g abwiegen, diese 100 g in der Ursprungsverpackung
    überlassen und den Rest des Treibladungspulvers bewahre ich in einem anderen Gefäss auf. Das ist
    prinzipiell nicht verboten

    Doch, ist es.

    Sieh zu, daß du immer mindestens eine leere Dose jeder deiner Pulversorten vorrätig hast. Erstens wegen des Taragewichtes bei einer Kontrolle und zweitens, damit du 100g in einer Originaldose an deinen Wiederladerfreund verkaufen kannst