Turret presse

  • Hallo zusammen!

    mal ne Anfängerfrage, wenn ich eine mehrstationen presse zum laden von zb. 45acp verwende, wird ja da zündloch eigentlich nicht gesäubert bzw der hülsenmund nicht entgratet,liege ich da falsch?

  • Nein, da liegst Du richtig, für diese Arbeiten sind Extra Werkzeuge nötig. Da braucht man einen Hülsentrimmer und eine Zündglockenbürste.

  • Der Patronenausstoß wird enorm gesteigert weil man nicht alles von Hand tun muß. Bei einer Dillon 650/750 ist es so bei Station 1, wird entzündert und kalibriert, Station 2 Zünder gesetzt, Station 3 aufgeweitet und Pulvergefüllt, Station 4, Geschoß gesetzt, Station 5 gecrimpt. Und man kann das ganze beschleunigen wenn man einen Casefeeder und evtl noch einen Bulletfeeder anbaut, dann macht Du ein paar Hundert Schuß in der Stunde.

  • Dein Ansatz ist falsch. Bei Kurzwaffenkalibern ist im Normalfall weder das Zündglocken reinigen noch das Hülsenmundentgraten erforderlich.


    Zur Vorbereitung von Kurzwaffenhülsen werden diese lediglich gereinigt. Je nach Gusto entweder grob im Vibrationstumbler mit Granulat (gibt versch. Sorten). Oder wahlweise blitzblank durch Nassreinigung über Rotation oder Ultraschall mit Stahlstiften, danach sind diese Hülsen wie neu. Dabei kann man dann noch entscheiden, ob man die Hülsen vorher entzündert. In dem Fall wären auch die Zündglocken blitzblank.


    Den besonderen Aufwand für Zündglockenreinigung, Außen- und Innenentgratung etc. betreibt man i.d.R. für präzise Langwaffenmunition.

    Angegebene Ladedaten sind immer ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • Man muss die Zündglocke nicht reinigen, auch wenn es bei Langwaffenmunition, oder Munition die länger gelagert werden soll mMn Sinn macht.

    Wenn du die z.B. 9mm Hülsen nach dem entzündern wieder aus der Wiederladepresse rausnimmt, zerstörst du den Vorteil der Mehrstationenpresse, nämlich das du die Hülse nur einmal anfassen musst bis zur fertigen Patrone. Jedes raus und rein der Hülse kostet kostet Geschwindigkeit und das ist nun mal der Vorteil einer MSP.

  • Naja, man kann ja die Reihenfolge an die Presse anpassen:


    1. Entzündern ohne Kalibrieren, dann hast du auch nicht den Schmodder in der Matrize

    2. Reinigen (US / Nasstumbler), dann ist die Zündglocke sauber

    3. Hülsenmund entgraten und Ablängen bei KW eher selten


    Dann auf die Presse

    1. Kalibrieren

    2. Aufweiten, Pulver

    3. Geschoss setzen

    4. Crimpen


    Bei einer Progressiven Presse machst du mit einer Hebelbewegung diese 4 Arbeitsschritte mit einer (!) Bewegung (Hornady LnL), da auf der Presse die Hülsen rotieren. Du produziert also mit einer Hebelbewegung eine Patrone. Bei der Lee Turret bspw. ist das weniger effizient, da machst du einen Arbeitsschritt pro Hülse und Hebelbewegung.

  • Wie meine Vorredner schon geschrieben haben, ist das nur bei Flaschenhalshülsen nötig. Deswegen laden die meisten Schützen die LW Patronen auf der Einstationenpresse.


    Wenn du allerdings Revolverpatronen laden möchtest, welche mit einem Rollcrimp versehen werden sollen, macht es Sinn, alle Hülsen auf das gleiche Maß zu trimmen. Das macht man in der Regel aber nur ein einziges mal, da sich die Hülsen alle gleich längen.

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    Ladedaten ohne jegliche Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • Naja, man kann ja die Reihenfolge an die Presse anpassen:


    1. Entzündern ohne Kalibrieren, dann hast du auch nicht den Schmodder in der Matrize

    Wie machst du das? Entzünderpin so weit rausdrehen, dass die Matrize nicht kalibriert? Besteht nicht die Gefahr, dass sich der Pin leicht verbiegt?

    Bremsespätestens wenn du Gott siehst!:boe:

  • Wie machst du das? Entzünderpin so weit rausdrehen, dass die Matrize nicht kalibriert? Besteht nicht die Gefahr, dass sich der Pin leicht verbiegtDe

    universelle Entzünderungs Matritze

    "Stehle einem Mann die Brieftasche und er ist eine Woche lang Arm, lehre ihn das Wiederladen und er wird sein ganzes Leben lang Arm sein."

    Konfuzius